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Gestalt der Erde.
stalt oder die Form eines Kahns, Andere, z. B. Klean-tes, die einer, mit der Spitze nach unten gekehrten Py-ramide, noch Andere, wie Anaxiinander, die einerWalze, oder, .-wie Plato, die eines Parallelepipeds, undso weiter.
Doch auch die Vorstellung, dafs die Erde ein ku-gelförmiger Körper sey, erwachte sehr früh, und sie fin-det sich bereits bei den ältesten Philosophen, deren Aus-sprüche uns aufbewahrt wurden, beim Thaies, beim Py-thagoras, und besonders beim Eudoxus. BeitsenderSpott folgte sehr häutig diesen Erläuterungen, und ammeisten der aus der Kugelgestalt der Erde unmittelbarhervorgegangenen Lehre von den Antipoden. Daraufbezügliche Stellen finden sich besonders beim Lucrezund Plutarcli. Noch im vierten Jahrhundert unsererZeitrechnung erklärte sich Lactantius in seinem Buchede J'alsa sapientia mit vielem Spott gegen die Möglich-keit der Antipoden, ja selbst noch im achten Jahrhun-dert soll Virgil, ein Bischof von Salzburg, seiner Wür-den entsetzt worden seyn, weil er die Lehre von den An-tipoden vertheidigte.
Im Grunde war es wohl nicht schwer, auf den (Te-danken zu kommen, dafs die Erde eine Kugelgestalt habe,denn schon die scheinbar halbkugelförmige Gestalt desHimmelsgewölbes, welches doch, so w r eit die Erfahrun-gen reichten, der Erdoberfläche nirgends so nahe kam,dafs es dieselbe berührt hätte, mufste es schon wahr-scheinlich machen, dafs beide Flächen, die convexe derDrde und die concave des Himmels, einander parallelliefen. Die Erfahrung ferner, dafs Sonne, Mond undPlaneten rund erscheinen, der Mond sogar sichtlich ku-gelförmig, mufste auf denselben Gedanken leiten, da an-drerseits diese Himmelskörper von den Alten für analogeHnrper als die Erde anerkannt wurden. Auch versuchteschon Aristoteles (de coelo libr. 2. cap. 4 •)■> C * UC11