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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Kugelgestalt ilcr Erde.

rund scy, erhellt daraus, -weil alle Himmclskörpcf beiihrem scheinbaren täglichen Umlaufe um die Erde indcu ostwärts gelegenen Ländern stets früher auf- unduntergehn als in den westwärts liegenden. Man bemerktdiets besonders bei Himmelsbegebenheiten, welche denEewohnern der Erde überall gleichzeitig erscheinen müs-s< ‘", also bei Mondfinsternissen, Jupiterstrabanten unddergleichen. Solche Erscheinungen treten z. B. in Rufs-land später ein, als in Deutschland, weil Mittag als An-fang der Tagesstunden dort früher ist als bei uns. Dauun diefs rings um die Erde auf gleichförmige Art er-folgt, so kann man schliel'sen, dafs den von Ost nachWest gehenden Tagekreiseii der Gestirne ähnlich lie-gende Kreise an der Oberfläche der Erde entsprechen,und man sieht so eine gleichförmige Rundung der Erd-oberfläche nach allen Richtungen, d. h. eine Kugelgestaltderselben, eintreten.

Der -vierte Grund ferner, von der Gestalt des Erd-schattens, ist gleichfalls in hohem Grade überzeugend,ungeachtet sich damit, wie mehrfach bemerkt worden ist,immer noch die cylindrische Gestalt der Erde wohl ver-trüge, obwohl cs sehr gezwungen erscheinen würde, ihrjederzeit die dazu erforderliche Richtung beizulcgen.

Der fünfte Grund endlich beweist freilich auch nichtröllig was er soll, denn man sicht daraus genau genom-men nur, dafs die Oberfläche der Erde eine in sich selbstz urücklaufende krumme Fläche sey, und er gestattet eine^euge von Gestalten, welche von der der Kugel viel-foch abweichcu können.

Nichts desto weniger war doch die Entdeckung, dafs," c, * ri man von irgend einem Punkte der Erdoberfläche‘ Uls beharrlich fortschreitend stets einerlei Richtung ver-fol ge, zuletzt auf denselben Punkt wieder zurückkehrc,

eine sehr merkwürdige, und sie verdient wohl eine etwasspcciellere Auseinandersetzung.

Der Erste, welcher diese Entdeckung aus eigner Ei-