Gradmessungen.
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kung gemacht, dafs gerade am Mittage des längsten T*ages die Sonne zu Syene genau im Zenith stehe, a siesich auf der Wasserfläche tiefer Brunnen spiegle; andemselben Tage aber stand sie, wie er aus der Ste un edes Schattens eines Stiftes beobachtete, zu. Alexan naum den 50 steil Tlieil eines Kreises, d. h. 7° 12, vondem Scheitelpunkte entfernt. Dadurch aber war ‘j 1Breiten-Unterschied beider Orte ausgemittelt, und daEratostlienes annahm, dafs Syene genau im ü cnvon Alexandria liege (genau genommen liegt es bslieber als letztere Stadt), und sie nach Reise ericvtender Caravaneu 5000 Stadien (von ungewisser Länge)von einander entfernt seyen, so bestimmte er arnacdie Gröfse eines Meridiangrades zu 700 Stadien (was66500 Toisen seyn würden, wenn 1 Stadium gleich 9Toisen gleich 570 Fufs oder etwa 4 (,- Meile gesetzt wir )und berechnete den Umfang der Erde zu 250000 ta-dien oder 5813 geogr. Meilen. .
Ganz dasselbe Verfahren im Wesentlichen befolgte,etwa 200 Jahre später, Posidonius durch eme Beo -achtung des Breiten-Unterschiedes zwischen Alexandriaund der Insel Rliodus. Er bediente sich dazu des hel-len Sternes Canopus im Schiffe Argo, von welchem erbemerkt hatte, dafs er zu Rliodus kaum den Horizontberühre, während er sich zu Alexandrien in denselbenTagen um 7^° über denselben erhebe. Nach Verglei-chung der Schiffer-Angaben setzte er die Entfernung bei-der Orte gleichfalls auf 5000 Stadien, und folgerte dar-aus , die Länge eines Meridiangrades betrage 66 3 tadien, was 62221 Toisen seyn würden.
Ohne bei den Ungenauigkeiten dieser so o t »scuOrten Operationen, welche nur als die ersten rationeAnfänge von Versuchen dieser Art einige. ici>g'haben, weiter verw.eilen zu wollen, verdient es <oangeführt zu werden, dafs nach ihnen fast em vo esJahrtausend verflossen ist, bevor dieser Gegenstan wie
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