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Grailmessungcn.
dt* die Aufmerksamkeit der Menschen auf eine ernst-hafte Weise beschäftigt hat. In den dunkeln Zeiten,welche dem Sturz der Herrschaft der Griechen und Rö-mer folgte, ging selbst die Kenntniis von der Kugelge-stalt unserer Erde wieder verloren, und erst bei demvorübergehenden Aufblühen der Wissenschaften, welcheszu den Zeiten der Araber statt fand, ward auch diesesProblem wieder einer genaueren Betrachtung unterwor-fen. Es ist in der That äufserst merkwürdig, dafs wäh-rend der Herrschaft der Kalifen zu Bagdad sich einerderselben, Al Maimun, fand, welcher eine Zahl vonMathematikern um sich versammelte, um die Länge einesMeridiangrades durch Messung auszumitteln. Diese Ope-ration ward im J. 827 n. Chr. in der Wüste Singar amarabischen Meerbusen ausgeführt. Man mafs einen Bo-gen von 2°; was wir aber von den Resultaten dieserMessung wissen, giebt uns in der That keinen grofsenBegriff von ihrer Genauigkeit; auch sind uns diese Re-sultate überdiefs noch in Maafsen (arabischen Meilenund Ellen) angegeben, welche mit den uns gegenwärtigbekannten sich nicht genau mehr vergleichen lassen.
Bald nachdem aber die Wissenschaften im Abend-lande wieder einer neuen Blüthe entgegengingen, fingman an, sich mit anhaltenderem Fleifse und daher auchmit gröfserem Erfolge der Enträthselung dieser Frageüber die Gestalt und die Gröfse der Erde zu widmen.Als den Ersten, welcher in dieser Beziehung wieder eineUnternehmung wagte, nennt man einstimmig den franzö-sischen Arzt Fernei, im J. 1525. Er bestimmte diePolhöhe von Paris, ging dann nördlich auf dem Wegenach Amiens fort, bis diese Polhöhe sich um 1° genauverändert hatte, und nun mafs er die Länge des We-ges, den er in einem Wagen zurückgelegt hatte, durchdie Zahl der Umläufe seiner Räder. Nachdem er fer-ner von dem so gefundenen Resultate nach willkürli-cher Schätzung noch etwas für die Krümmungen des