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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Einzelne Theile des Erdkörpers. 59

ben eingehn, um die physische Beschaffenheit oder dieKräfte und Eigenschaften der einzelnen Glieder des Erd-organismus näher kennen zu lernen. Um Ordnung undUebersicht in diesen so unendlich reichhaltigen Gegen-stand zu bringen, wird es passend seyn, folgende all-gemeine Betrachtung vorauszuschicken.

Bei den Körpern, welche, so weit die menschlicheKenntnifs reicht, unsern Planeten zusannnensetzen, be-merken wir, hinsichtlich ihres Aggregat-Zustandes, einedreifache Verschiedenheit: sie sind nämlich entweder fest,oder flüssig oder luftförmig. Ueber das Wesen dieserdrei Zustände, ihre Entstehung, Verschiedenheiten undBeziehungen zu einander, handelt die allgemeine Natur-lehre; in der Anwendung auf den speciellen Zweig derBetrachtung hier aber gehn wir von diesen Begriffen aus,und unterscheiden demgemäfs an unserer Erde:

,1) Einen festen Theil, den mineralischen oder dieErde im engern Sinne des Wortes.

2) Einen flüssigen Theil, das allgemeine Gewässer,

das Meer und die Gewässer des Festlandes.

3) Einen luftförmigen Theil, den allgemeinen Luft-

kreis oder die Atmosphäre.

Diesen drei Hauptbestandtlieilen des Erdkörpers gc-mäfs lassen sich alle Betrachtungen über denselben sehr na-turgemäfs in drei entsprechende Abschnitte zerfallen, in:

1) die Lehre von der physischen Beschaffenheit des

festen Theiles der Erde, im wahren Sinne desWortes Geologie genannt;

2) die Lehre von der physischen Beschaffenheit des

flüssigen Theiles der Erde, häufig Hydrologieoder auch wohl Hydrographie genannt;

3) die Lehre von der physischen Beschaffenheit des

luftförmigen Theiles der Erde, schicklicher Atmo-sphärologie oder Meteorologie genannt.

Biese Lehren schliefsen einen so ungeheuren Reich-

tluun von Gegenständen ein, dafs man jede derselben