Gestalt der Welttheile.
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dasselbe wenigstens von sehr viel geringerer Ausdehnung,als man einst träumte, und unbewohnbar.
Es scheint auf den ersten Blick, als ob die Einrisseder genannten Massen des Festlandes gegen das Meernur ein Gewebe von unregelmäfsigen Verschlingungenseyen, Einbuchten, Vorsprünge, Engpässe beider Elementegegen einander, wie zufällige Umstände sie zu erzeugenim Stande waren; allein bei genauerer Ansicht zeigt sich,dafs in dieser Beziehung ganz entschieden einige cigen-thümliche und wie es scheint gesetzmäfsige Verhältnissestattfinden, deren Ursachen uns bisher noch verborgenblieben. — Schon Baco von Verulam, zu den Zei-ten der Königin Elisabeth, hat auf dergleichen Ver-hältnisse Gewicht gelegt. Er bemerkte zuerst, dafs dieSüdenden der beiden grofscn Continente, Afrika undAmerika, gegen das grofse südliche Polarmcer in eineSpitze auslaufen, gegen Norden dagegen breit endigen,und er rechnete diese Eigenschaften sehr sinnreich unteidie similitudines pln/sicae in c.onjigurationc mnndi. Eineganz andere Entwickelung aber gab diesem Gedankenzuerst Joli. Beinhold Förster *).
Nach ihm sind es hauptsächlich drei Eigentliümlich-keiten, durch welche die Umrisse der gröfsern Continenteeinander aus unbekannten Ursachen analog gebildet er-scheinen. Er machte nämlich darauf aufmerksam:
1) Dafs die schmalen Südspitzen aller Continente fel-sig und hoch sind, die äufsersten Enden nordwärtsfortlaufender Gebirgszüge, welche plötzlich undohne allen Verband abbrechen. So endigt Ame-rika steil und schroff mit dem Kap Horn, demletzten südlich mehrmals queerdurch zerrissenenZweige der hohen Andeskette, — Afrika mit demfelsigen Kap der guten Hoffnung in dem 4182’ ho-
*) Bemerkungen über Gegenstände der physikalischen ErdbeSchreibung etc. Berlin 1783.