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Gestalt der Welttheile
Wir finden später in den Schriften Alex. v. Hiini-boldt’s Stellen *), welche beweisen, dafs auch er aufdiese wichtigen Verhältnisse, die auf eine Gesetzmäfsigkeitin der Bildung des Festlandes hindeuten, sehr aufmerksamgewesen ist. Er weckte ganz insbesondere die Kennt-nifs einer zuvor nicht beachteten Eigentümlichkeit, inder Bildung der Küsten des atlantischen Meeres, indemer zeigte, dafs dasselbe wesentlich die Gestalt eines gro-fsen Thaies habe, welches durch einen Strom aus Süd-west könnte gebildet worden seyn. Die aus- und ein-springenden Winkel seiner Thalwände (Kap St. Roqueund der Meerbusen von Guinea, Kap Verde und derMeerbusen von Mexico) und die einander parallele Rich-tung der Küsten, welche die Verbindungslinien dieserPunkte bilden, entsprechen auch wirklich im Grofsen inso hohem Maafse diesem Bilde, wie es nur bei Thälernim Iiihern des Festlandes der Fall zu seyn pflegt.
Diese überraschende Erscheinung kann jedoch nurals ein anziehendes Bild betrachtet werden, um sichdie allgemeinen Eigentümlichkeiten in der Gestaltungder Länder und der Meere eindringlich zu machen, in-dem wir sie aus einem allgemeinen Standpunkte auf- ■fassen. Denn die einzelnen Verhältnisse der so ebensupponirten grofsen Meeresflut sind am Ende doch inder That wohl nicht füglich zu erklären. Denn wo solldie Wassermasse derselben dauernd den Fall her erhal-ten haben, als es zur Aushöhlung eines solchen Meeres-beckens doch nötig war. Eben so wenig ferner istwohl einzusehn, wo die grofse Masse so zertrümmertenFestlandes könne geblieben seyn, welches einst dieseLücken ausfüllte. Auch haben die genannten Forscherkaum gewagt etwas über die Ursachen und den näherenVerlauf dieser wichtigen Ereignisse anzudeuten.
*) S. Journ. de Phyt. Tome LIIl. p- 33. Relat. histor. V. p46. note.