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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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nach v. Humboldt und Steffens.

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Diesen und verwandten Ansichten, über die Gesetz-mäfsigkeit in den Begrenzungen des Festlandes, hat übri-gens neuerdings Steffens einen bedeutend hohem Gradvon Ausbildung gegeben. Seine Darstellung davon ge-währt einen trefflichen Ueberblick, wenn gleich wir auchsie nur ohne Rücksicht auf irgend eine Erklärung ent-wickeln können.

Zunächst bemerkt Steffens ganz allgemein, dasFestland dränge sich gegen den Norden der Erde zu-sammen, laufe aber gegen Süden in Spitzen aus, undzwar thun diefs nicht nur die Hauptkörper aller grofsenContinente, sondern auch alle Erdzungen und Halbinselnvon irgend einiger Bedeutung, welche daran hängen.Diese Gestalt haben Schweden und Norwegen, Spanienund Portugal, Italien, Griechenland etc., wir finden siewieder in Indien diesseits und jenseits des Ganges, inCorea, Kamtschatka, Grönland, Californien, Florida etc.Wir unterscheiden ferner naturgemäfs drei grofse Welt-theile, welche eine merkwürdige Uebereinstimmung inihrer Zusammensetzung zeigen. Die Grundzüge ihrer Bil-dung aber bestehn darin, dafs erstlich jeder Welltlieilaus zwei grofsen Länderabtheilungen besteht, welche aneiner ihrer Ecken durch einen Isthmus mit einander ver-bunden werden; wo ferner beide Abtheilungen sich indiesen Isthmus ausstrecken, da tragen sie auf der einenSeite vor sich einen Archipelagus und auf der entgegen-gesetzten eine Halbinsel.

Der reinste Typus dieser gemeinsamen Grundge-stalt findet sich in Amerika ausgedrückt; beide Hälften,^Nord- und Süd-Amerika, sind von fast gleicher Gröfse,ähnlich in ihrer Gestalt und halten daher einander nahe

Gleichgewicht *), — die eine bis 70° nördlicher, dieandere bis 56° südlicher Breite. Der Isthmus, welcher

*) Wir erinnern uns hier an den Ausdruck von Alex, vonHumboldt: Süd-Amerika ist eine jener grofsen Triangular-Massen.