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Entdeckungen
reu, und erst der ganz neuesten Zeit war es aufbehalten,über diesen Gegenstand wenigstens alle bedeutenderenZweifel zu lösen. So wolil bekannt nämlich* die grofsenContinente in ihrer Geschiedenheit in den dem Südenzugekehrten Theilen waren, so unvollkommen blieb dochnoch Jahrhunderte hindurch unsere Kenntnifs von ihrennördlichen Umgränzungen.
Was zunächst die Nordküste von Asien anlangt,so verdankt man ihre ersten Untersuchungen, von Europaaus, dem Wunsche der Engländer, Holländer u. s. w.,auf einem andern und vielleicht kürzeren Wege, als umdas Kap der guten Hoffnung nach dem reichen Indienzu gelangen, der Aufsuchung der nordöstlichen Passageoder Durchfahrt. Die ersten deshalb angeslellten Un-ternehmungen wurden von den Engländern, unter KönigEduard IV., veranlal'st, und man entdeckte so nament-lich im Jahre 1553, durch die Expedition unter Ri-chard Chancelor, das weil’se Meer, wodurch dieEngländer zuerst mit den damals in Europa noch fastunbekannten Russen in Rerührung kamen. Diese Ent-deckung reizte zur Fortsetzung der Untersuchungen ge-gen Osten, doch kamen weder die Engländer noch dieHolländer, der ungeheuren Schwierigkeiten wegen, welchedie Schiffahrt in diesen Meeren hat, weiter als bis zurKüste von Nova ja Sem bla, welche besonders durchdie Untersuchungen von Wilhelm Barentz (1594) undH eemskerke bekannt wurden: ja als der Erstere aufseiner Fahrt durch die Waigatz-Strafse vordrang undin den weiten Golf kam, in welchen der Obi mündet,glaubte er schon die Ostgränze Asiens entdeckt zu ha-ben, von wo aus man nun ganz leicht nach China se-geln könne, und er hielt diese Entdeckung für wichtiggenug, um sogleich wieder nach Holland zurückzukehreiiund Nachricht zu geben. Auf Heeinskerke’s Reiseward Spitzbergen entdeckt, man stand indefs nach ihmvon den Versuchen, auf diesem Wege vorwärts zu kom-