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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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86 Frühere Entdeckungen

gicscn bereits New-Foundland besucht habeu und indie Mündung der Hudsonsbai eingetreten sind, doch blie-ben ihre Unternehmungen ohne Nachfolger; eben so un-bedeutend waren die dorthin gerichteten Reisen der Spa-nier (Gomez 1524). Den Engländern aber scheint csrecht eigentlich aufbehalten gewesen zu seyn, diesenLandstrich genauer zu erforschen, und schon vom 16tenJahrhundert anfangend haben sich hier insbesondere ver-ewigt die Namen von Martin Frobisher 1567 bis1578, John Davis 1585 bis 1587, welcher zuerst dieWestküste von Grönland sah, Henry Hudson 1607bis 16lf, welcher an der Ostküste von Grönland biszu 82° Br. gelangte, die Hudsonsbai und den Hudsons-llufs entdeckte, William Baffin 1616, der erste Erfor-scher der grofsen Baffinsbai u. s. w.

Alle diese Untersuchungen hatten bis in die neuereZeit immer nur zu der Ansicht geführt,- dafs das Conti-nent von Amerika sich in unbestimmt hohe Breiten, viel-leicht bis zuin Pole selbst fortstrecke. So tief in dasInnere desselben eingreifende Busen man auch gefundenhatte, so waren dieselben (Baffins- und Hudsons-Bai)doch bisher noch immer als ringsum geschlossen angc-selin worden.

Zuerst änderte sich diese Ansicht durch einige Unter-nehmungen, welche vom Lande aus gemacht wurden. DieHudsons-Bai-Kompagnie schickte nämlich in den Jahren1769 bis 1772 den Nordamerikaner Samuel Hearne,einen Pelzjäger und nothdürftig im Bestimmen der geo-graphischen Positionen unterrichtet, gegen Nordwest in’sInnere, nach dem Athabaska- und Sclaven-See.Er entdeckte einen Flufs, von ihm Kupferminen-Flufsgenannt, verfolgte denselben nach Norden und erreichteendlich unerwartet früh dessen Mündung, im ungefähr68° Br. Er überzeugte sich dort, dafs er am Meere scy.Erst ungefähr 20 Jahre hernach ward sein Zeugnifs durcheine bedeutende Autorität, nämlich durch Alexander