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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Eintkcitung der Inseln.

indefs genauer mit der Jiescliafi'cnheit und insbesondremit der innern Bildung dieser isolirten Länder bekannt•worden ist, bat man auch in ihnen tief in der Natur be-gründete Eigentümlichkeiten (Kontraste) aufgefunden,und nächst einigen Bemerkungen aus früherer Zeit, wel-che wir Steffens *) verdanken, hat ganz besondersL. von Buch sich das Verdienst erworben, frucht-bare neue Ansichten in diesen Zweig der physikalischenErdbeschreibung einzuführen. — Bas Wesentlichste der-selben besieht in Folgendem:

E. v. Buch machte zuerst darauf aufmerksam **),dafs, wenn wir die Inseln vergleichend betrachten, zu-nächst in der Form ihrer Umrisse sich eine sehr bemer-kenswerthe Verschiedenheit darbietet; die einen dersel-ben nämlich sind von langgestreckter schmaler Ge-stalt, die einander gegenüberliegenden Enden meist inSpitzen auslaufend, die andern dagegen nähern sich inihrem Haupt-Typus mehr der kreisrunden oder el-liptischen Form; L. v. Buch nennt daher auch dieeinen ohne Weiteres diq langgestreckten, die andern dierunden Inseln, und wir werden zugleich sehen, dafs die-ses Kennzeichen der Umrisse von hoher Bedeutung fürunsere Vorstellungen von der Bildung derselben undvon ihren Beziehungen zum Festlande sey.

Bie langgestreckten Inseln pflegen gewöhnlichreihenweise hintereinander zu liegen; sie bilden mehroder minder deutlich in Bezug auf einander stehende Kel-ten, so dafs die Spitze der einen immer der entgegenge-setzten Spitze der nächstfolgenden zugekehrt ist, und da-her liegen ihre Längenaxcn säunntlich für gewisse gröfsereBäume in einerlei Richtung. Bieser ihrer Längenausdeh-ijung entspricht ferner, wie eine genaue Untersuchungzeigt, auch die Ilauplausdelinung von einer oder meh-

*) Steffens Schriften 1821, Th. I. p. 193—219.

**) Leonh. Taschenbuch 1821, p. 393. Anm.