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Kouliucntal - Inseln. 105
rcren parallel in ihrem Innern fortlaufenden Bergketten,und es ist diefs in auffallender Beziehung ganz der Cha-rakter der gröfseren Kontinente und der an ihnen befind-lichen Halbinseln, deren Haupt-Längenerstreckung, wo-von weiter unten noch ausführlicher die llede seyn wird,immer von der Längenrichtung der in ihnen auftrelen-den Bergketten abhängig ist. — Dieser Charakter aberwicht nur allein erinnert uns bei den langgestreckten In-seln an die Kontinente, sondern eben so sehr noch derUmstand, dafs sie sich niemals beträchtlich von den Kü-sten der gröfseren Kontinente entfernen, nie dem hohenoffnen Meere selbst angehören, wie die andern Inseln,und wir können sie daher in jeder Beziehung mit RechtKontinental-Inseln nennen.
In der That können wir uns die Entstehung dersel-ben nicht besser versinnlichen, als wenn wir sie als ab-gerissene Splitter der zertrümmerten Ränder des Festlan-des betrachten, zertrümmert durch unterirdisch hebendenoder durch die von oben nieder zerlheilend wirkendenKräfte des Gewässers, und dafür spricht nicht nur in ho-hem Grade ihre geognostische Beschaffenheit, sondernmehr noch die Eigenschaft, dafs diese Inseln so häufigim Grofsen und Ganzen den gegenwärtigen Rändern desFestlandes parallel liegen, gleichsam die vereinzelten Kon-turen seiner vormaligen Umrisse andeu,tend.
Ein ausgezeichnetes Beispiel von dem Vorkommensolcher Inseln, auf welches L. v. Buch ein besonderesGewicht gelegt hat, zeigt sich in der halben Umgebungvon Neuholland, an seiner O. und N. Seite. Hierbildet sich ein wahrer zusammengehöriger Circus, wel-ker in S. mit den beiden langgestreckten Inselhälftenv °n Neuseeland anfängt. Die Haupllängenausdehuungderselben ist von SW. nach NO., parallel der gegen-überliegenden Küste des Kontinents, doch am Nordendederselben streckt eine langgedehnte Halbinsel sich weit-vorlaufend gegen NW., die Küstenkrümmung von Neu-