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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Thütige Vulkane.

Inseln die Splitter eines vielleicht früher zusammenhän-genden Randes der dahinter liegenden Massen von Fest-land erkannt ; sind aber nun diese Massen von Festlanddurch Vulkankräfte an die Oberfläche getrieben, so mufssich die vollkommenste Zerreifsung der festen Erdrindedes alten Meeresbodens zunächst längs den Küstenum-rissen finden; hier also war die vollkommenste Gelegen-heit zur Eröffnung einer für immer anhaltenden Commu-nication zwischen dem Erdinnern und der Atmosphäre ge-geben, und während man in den Inseln der Südsee dasProdukt einer vorübergegangenen Anstrengung erblickt,finden hier dauernde Rcactionen statt zwischen dem In-nern unseres Planeten und seiner Oberlläche. GrolseSpalten müssen entschieden längs den Küstenrändern un-serer Kontinental-Massen hinlaufen, und was wir obenlängs den Küstenlinien von Neuholland und Ost-Asiengesehn haben, das zeigt sich daher auch fast eben sovollkommen längs der Westküste von Amerika wieder.Von Kamtschatka läuft gerade da, wo die Vulkane gegenN. längs der Ostküste aufhören, die mit noch brennen-den Vulkan-Kegeln reichlich besetzte Spalte, auf welcherdie Aleuten hervortreten, östl. nach Amerika hinüber,und erreicht dieses Festland mit der weit vorspringendenHalbinsel Alaschka, aber von Alaschka gegen S. be-ginnt sehr bald die durch die Länge von ganz Amerikastreichende Kordilleren kette, welche stets nahe längsdem Westsaume scharf abgeschnitten fortläuft, und inwelcher gegenwärtig, nach Alex. v. llumboldt’s Er-mittelungen, bereits wenigstens 54 noch brennender Vul-kane bekannt sind. Wir dürfen daher es wohl ausspre-chen, dafs die Südsee längs ihren Küsteneinfassungen voneinem Ringe von mehr als lüü noch brennenden Vul-‘kanen umfafst werde *), einem Ringe, welcher in S., wokein Festland mehr vorliegt, zerbrochen ist. ,

*) Steffens Schriften, Alt und Neu, 1821. Th. I. S. 193., u.