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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Korallen-Inscln.

fscrn Korallenarten, welche Blöcke bilden, ganz beson-ders den Uufscrn Umfang der Platte, da sie die am Au-fsenrande des Riffs stärkere Brandung zu lieben schei-nen. Das Innere des Riffs wird überdiefs noch durchdie vom Meere darauf geworfenen Muschelschaalen, Ko-rallenbrocken, Sand u. s. w. im Wachsthume zurückge-halten, während die Brandung die Aufsenseite stets reinwäscht, und so kommt es, wie es scheint, dafs die Au-fsenränder des Riffes zuerst sich der Oberfläche nähern,und das vormalige Plateau in ein Becken verwandeln.

Diese Ansicht, welche wohl mit der Natur der Ver-hältnisse in Uebereinstimmung zu stehen scheint, ist vonspätem Beobachtern nicht wieder aufgenommen und wei-ter fortgeführt worden. Quoy und Gaimard vor Al-lem scheinen die ringförmigen Korallen-Inseln auf ihrerReise nicht berührt, sondern das Vorkommen des Ko-rallenkalks vorzugsweise an den Küsten gröfserer Inselnstudirt zu haben. Sie haben indefs ganz besonders denBeweis geliefert, dafs die Korailenthiere, welche im Standesind zusammenhängende Gesteinmassen zu erzeugen, kei-nesweges in so ansehnlicher Tiefe bauen, als man bisherwohl geglaubt hat. Es sind diefs ganz insbesondre dieAslräen, die Caryophyllicn und Mäandrinen, deren leb-haft gefärbte Tliiere zur Erlangung ihrer Farben des Ein-flusses von Licht bedürfen, und welche Quoy u. Gay-uiard nie aus einer Tiefe von mehr als 25 — 30 Fufsliervorziehn sahen; die Annahme der Möglichkeit, dafssie doppelt so tief vorkämen, würde mithin schon dieäufserste Glänze des Wahrscheinlichen bezeichnen. Biszu 600 Fufs Tiefe sahen sie ästige Madreporen, Rete-poren u. dgl. hervorziehen, doch diese bilden keine zu-sammenhängenden Felsmassen, eben so wenig wie dieedeln Korallen, die man aus gleicher Tiefe heraufholt.

Was nun aber die ringförmigen Korallen inseln betrifft,so haben diese Beobachter die Frage aufgeworfen, ob nichtmöglicherweise diefs die Form von unter der Meeresfläche