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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Hochländer.

er in wenigstens drei Haupt-Gebirgsmeridiane, deren läng-sten er von der Südspitze Ostindiens, Kap Comorin, queerdurch die Mongolei bis an die Nordküste Sibiriens -west-lich von der Mündung des Irtisch fortsetzen liefs. Erverband ferner alle diese Gebirgsineridiane durch unter-geordnete Parallelzweige.

Es ist gewifs nicht zu leugnen, dafs diese eben vor-getragenen Ansichten das Gepräge der Originalität undden Ausdruck eines phantasiereichen Geistes an sich tra-gen. Gewifs ist dadurch auch der Grund zur Erkennt-nifs mancher Eigenthümlichkeit in der Gestaltung derErdoberfläche gelegt worden, welche bis dahin unbeach-tet geblieben war. Doch bedarf es gegenwärtig wohlkaum noch einer genaueren Beleuchtung dieser Vorstel-lungen, um zu zeigen, dafs sie mit den Resultaten derErfahrung in keiner Weise übereinstiimnen, sondern einphantastisches Zerrbild an die Stelle einer naturgetreuenDarstellung setzen. Ritter nennt sie deshalb mit Rechtin die Natur hineingezwängte, nicht aus ihr hervorgegan-gene Ansichten.

Unstreitig hat die Betrachtung von Buache ins-besondre das wesentliche Verdienst, zuerst die Aufmerk-samkeit auf das Auftreten der Hochländer (nlaleanxjin dem Innern der grofsen Kontinente hingelenkt zuhaben, denn wir yverden später noch sehn, wie klar undeinfach sich das Bild der festen Erdoberfläche durch dieBerücksichtigung dieser sehr wichtigen Länderform ge-staltet, auf welche Ritter neuerdings ganz insbesonderehohes Gewicht gelegt hat. Die Art indefs, wie Buachediese seine Hochländer vertheilte, der Platz, welchen erihnen anwies, zeigt sich, wie jetzt bekannt ist, besondersin Afrika und Amerika, und selbst in Europa völlig un-richtig. In Nordamerika versetzte er sein Hochland z. B.als das Centrum des Gebirgsknotens, originell genug, indie Gegend der grofsen Seebecken von Canada, währenddoch westlich derselben erst die Hochländer anfangen.

Die