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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Verlauf und Gestalt.

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lauf eines Gebirges erscheint, das sonst wohl gewöhnlichals ein einfacher ununterbrochener schmaler Rücken be-trachtet wird.

Was die Gestalt der Gebirgskämme betrifft,so zeigen sie gleichfalls einige Verschiedenheiten.. Siesind oft schmal und scharf bezeichnet, wie schon die Be-nennung Kamm es zu erfordern scheint, so dafs man,an einer Seite eines Gebirges in die Höhe gestiegen, so-gleich an der andern sichtbar herabschreiten kann, wiediefs so häufig in den Alpen, Pyrenäen, dem Jura- undThüringer Walde der Fall ist; die Benennungen desKammes wechseln dann, je nachdem diese Form schär-fer oder weniger scharf ausgeprägt auftritt. Schmale,zackig zerrissene Felsenkämme werden Gratlie oderGräthe genannt, und sie erhalten sich gewöhnlich inansehnlicher Höhe. Ist der Kamm dagegen zwar schmal,aber doch mehr verrundet, so bezeichnet man ihn oft mitdem Namen der Egge. Ist er schon breiter und Hachverrundet, so nennt man ihn gewöhnlich den Rückendes Gebirges. Sehr häufig dehnen sich Gebirge in ihrerHöhe, statt einen schmalen scharfen Kamm zu bilden,in weit verbreitete Flächen aus, in welchen sich nurschwer, erst bei genauer Vergleichung die Erstreckungdes höchsten Striches oder des Wassertheiles herausfin-den läfst. Dann hat der Kamm alle Bedeutung verloren,in einem solchen Falle nennt ihn D’Aubuisson fallegeometrique *), und das Gebirge geht in die Form ei-nes Hochlandes über, welches die Erscheinungen desTieflandes in sich wiederholt und nur durch das re-lative Niveau von ihm abweicht. So glaubt man z. B.an dem Harze in ansehnlicher Erstreckung wieder imflachen Lande zu seyn, wenn man die Höhe des Gebir-ges erstiegen hat, und nun den Kamm erreicht zu habenwähnen möchte. Ganz ähnlich ist cs auf Dovre Field

) Traite, /, 72 .