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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Die Abhänge,

in Norwegen, dessen Hauptrücken nach L. v. liuch’sSchilderung in etwa 4000 F. Meereshöhe eine fast ebeneFläche von 8—10 Meilen Breite bildet. Es ist begreif-lich, wie sehr verschiedenartig sich durch dieses Verhält-nifs der Charakter der Gebirge gestalten müsse, und wiedaher die Betrachtung der verschiedenen Gestalt derKämme zu der Beurtheilung der Oberfläclien-Gestalt ei-nes Landes und der darauf gegründeten Bedingungenmenschlicher Kultur und organischer Lebensthäligkeit we-sentlich mit beiträgt.

Nächst den Kämmen der Berge betrachten wir dieBeschaffenheit ihrer Abhänge; Abhänge sinddie Flächen, welche von den Kämmen der Gebirge bisau den Fuls derselben fortsetzen, und ihr Einllufs aufdie Gestalt eines Gebirges beschränkt sich insbesondereauf die Verschiedenheit ihrer Neigungswinkel gegen denHorizont. Im Falle des vollkommncn Gleichgewichtesmüfste in dieser Beziehung eine Bergkette ein regehnä-fsig dreiseitiges Prisma darstellen, dessen eine Kante derdeutlich ausgeprägte Kamm, dessen Flächen aber die nachbeiden Seiten gleich stark gesenkten Abhänge bilden.Diefs würde die einfachste Gestalt aller Berge seyn,welche sich in Ketten zu Gebirgen verbinden, und nichtwie die Vulkane vereinzelt in mehr oder minder voll-kommner Kegelgestalt auftreten.

Hoch diese völlig symmetrische Form wird in derNatur nur höchst selten und niemals in bedeutender Aus-dehnung gefunden. Herrschender zeigt sich sowohl beiganzen Gebirgen, als bei einzelnen Ketten die Neigungder Abhänge an den entgegengesetzten Seiten verschie-den, und die Allgemeinheit dieses Verhältnisses führtebald auf den Gedanken, dafs in dieser Beziehung einegewisse Geselzmäfsigkeit stattfinde. Torbern Berg-mann war es vorzüglich, welcher sich nach Zusammen-stellung aller ihm bekannten Thatsachen zu dem Scldusseberechtigt glaubte, dafs alle die Bergketten, welche von