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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Die P5 sse; Scheideck.

nach Italien führen.“ — Weiterhin betrachtet er sie nochals die ältesten und höchsten Zerreifsungen, welche derseiner Ansicht nach ursprünglich in gleicher ununterbro-chener Erhebung fortstreichende Hauptkauim des Gebir-ges erlitten hat.

An dem Eingänge solcher Gebirgsübergänge ange-langt, steigt man daher oft mühsam auf schmalem Pfadeviele Stunden weit in einem engen und tief eingeschnit-teuen Thalgrunde aufwärts, auf einem an steilen Fels-wänden oft künstlich befestigten Wege längs den Ufer-rändern eines tobenden Bergstroms. Man gelangt end-lich nach verschiedenartigen Absätzen und Krümmungenauf die Scheideck oder den Scheitelpunkt desBergpasses, aber statt der gehofften freien Aussichtin das Tiefland, findet man dort noch dieselbe Naturdes Gebirges. Stets beengt von hoch aufsteigenden Berg-Kolossen, bleibt man auch dort noch in einer oft ausge-zeichneten Thalschlucht, man erblickt sich (mitEbel zusprechen) in einem nackten, öden, von hohen steilen be-schneiten und begletscherten Felsen ummauerten Thale,in welchem nur das Sausen der Winde und das wun-derbare Gestaltenspiel der Wolken Bewegung verbrei-ten ; oft eine ansehnliche Strecke weit bleibt es zweifel-haft, ob man den Gebirgskamm schon überschritten habeund sich am jenseitigen Abhange befinde. Stets um-schlossen noch von hohen steilen Wänden, geht man end-lich entschieden wieder bergabwärts; immer tiefer undoft ganz schluchtenartig schneidet das Thal ein, und dieAussicht endlich eröffnet sich erst, wenn die hohe Ge-birgsnatur allinälig sich verliert, und man dem letztenRande der Mauer sich nähert, aus deren oft schmalerPforte hervortretend der herabstürzende Bergstrom sichnun plötzlich in die Niederung ausbreitet. So ist daswahre Bild aller gröfsern Alpenpässe.

Eins der ausgezeichnetsten Beispiele davon bietetdie Gotthard-Strafse, einer der ältesten unter den