Ausschnitte der Kämme.
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birges selbst führen, an Stellen, wo vielleicht sanftere Ab-hänge ein leichteres Ersteigen gestatten, und cs ist da-her, wie schon Ebel *) bemerkt, nichts gewöhnlicher,als das Mifsvergnügen der neugierigen Reisenden, wel-che nach 6 bis 9 Stunden mühsamer Anstrengung endlichdie Höhe des Alpenpasscs, aber mit ihr keinen freienGesichtskreis gewinnen.
Nur in den niedern, überall zugänglichen Gebirgenoder in den immer unbedeutenderen, welche aus einer ein-zigen schmalen scharfen Kette gebildet werden, kommtcs vor, dafs man, auf der Höhe ihrer Ucbergangs-Punktcangelangt, nun plötzlich auf wenige Schritte die Aussichtin das jenseitige Gebiet geöffnet, und den Kontrast bei-der Seiten eines Gebirges, eins der anziehendsten Schau-spiele der Natur, sich darbieten sieht. So der Passo dellaTambura iii den Bergen von Carrara, so die Pässe inder Bergkette von Sicilicn, welche das Aetna-Gebiet vondem Meere scheiden.
In gröfseren, vollkommner ausgebildctcn Gebirgendagegen, welche alpinische Natur zeigen, stellt sich die-ses Verhältnifs ganz anders. Dort, wo man die hohenKämme zahlreich parallel laufender Bergketten nicht ohneBeschwerde und nur an wenigen Punkten ersteigen kann,sind die vorzugsweise sogenannten Pässe stets scharf be-zcichnete Einschnitte, welche quer durch das ganze Ge-birge hindurchsetzen, so dafs sie aus der Verbindungzweier entgegengesetzt auslaufenden Thäler gebildet wer-den, oder selbst als das Gebirge quer durchsetzendeThaleinschnitte betrachtet werden, wie diefs insbesondrezuerst Ebel dargetlian hat. Seine Betrachtung der Pässebe ginnt er mit den Worten: „Unter den Hochthälernder Alpen verdienen diejenigen eine besondere Betrach-tung, durch welche die grofsen Handels- und Heerslra-fsen oder Alpen-Pässc aus Deutschland und Frankreich
) Bau der Erde, I, 38.