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Barometrische Ilöhcnmessungen
höchste bekannte Berg sey; den Pilatus bestimmte er zu2800 F. über Lucern, ein andermal aber 4604 F. (nachneuern Bestimmungen 5265 F.) Sulzer suchte dadurchzu beweisen, dafs das Barometer zum Höhenmessen garnicht gebraucht werden könne. S c li eu cliz e r zeigte fer-ner sehr gut, wie falsch früher die Vorstellungen derAlten von den Berghöhen waren, denn Plinius giebtdie Alpen zu 272917 par. Ful's an, Gilbertus zu 87328,Kirclier zu 29338 und Kepler zu 10916 F.
Die ersten Naturforscher, welche eine genauereArbeit dieser Art über einen der durch grofse Erhe-bung interessantesten Theile der Erdoberfläche unter-nahmen, waren die Mitglieder der oben erwähnten fran-zösischen Expedition, welche sich im Jahre 1735 — 39in Peru aufhielt, La Condamine, Bouguer u. I)ouJuan d ’ U11 o a. Sie nivellirten die Kette der Andes inden Umgebungen des Hochthaies von Quito und den un-geheuren Lauf des Amazonen-Stromes von seinem Ur-sprünge in der Andes-Kette bis zu seiner Mündung beiMacapa. Schon damals ward ausgemitlelt, dafs der höch-ste Gipfel in diesem kolossalen Gebirgslande, welchesAlex. v. Humboldt das Tübet der neuen Welt nenn*,der Chimborazo, etwa 20000 Fufs über das Meererhoben sey, und man mafs hiemit zugleich die Erhe-bung vieler seiner ansehnlichsten Nachbarn (Cotopaxi,Picliineha, Antisana etc.). Es ward daher seit jener Zeitdieser Berg als der am höchsten aufsteigende Punkt un-serer Erdoberfläche berühmt, und es verging nahe einvolles Jahrhundert, bevor sich’s zeigte, dafs in jener Ge-gend keinesweges die höchsten Erhebungen einzelnerPunkte der festen Erdrinde liegen. — Viel später erstunterrichtete man sich genauer über die verhältnifsmä-fsige Höhe der ansehnlichsten Gebirge Europa’s. In frü-heren Zeiten war fast allgemein stets der St. Gotthardals der höchste Punkt der Alpen betrachtet worden, davon ihm die Quellen der ansehnlichsten Flüsse entgegen-