Unrichtigkeit der älteren.
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oft noch höchst abenteuerlich. So bemühte sich nochder Pater Kircher (1665) in seinem mundus subterra-neus zu beweisen, dafs es keine Berge gebe, welche,wie Aristoteles vom Kaukasus und Paropamisus er-wähnt, so hoch seyen, dafs ihre Gipfel noch um Mit-ternacht von der Sonne beschienen würden, und dieHinzufügung seiner eignen Angaben hatte kaum einengröfseren Werth. Noch lange nach ihm war es Sitte,die Höhe der Berge nach Millien zu schätzen, und einBerg von 1 — 2 Millien war selbst in den Augen eini-ger Naturforscher des vorigen Jahrhunderts noch keineSeltenheit, selbst in Gegenden, wo keine Spur von einerAlpen-Natur vorkommt *).
Nach der ersten glücklich ausgefallenen Barometer-Beobachtung auf dem Puy de Dome (1648), nahm ins-besondere Scheuchzer diesen Gegenstand lebhaft auf.Er beschreibt **) einen sehr umständlichen Reisebaro-meter-Apparat, und giebt an, dafs er sich zur Ausrech-nung der Höhe nach der Erfahrung gerichtet habe, dafsdas Quecksilber bei 80 — 90 Zürcher Schuh um T l 5 ei-nes Decimal-Zolles falle. Pascal hatte für eine Pari-ser Linie 74 par. Fufs angegeben, Mariotte 63 Fufs.Scheuchzer bestimmte darnach im Juni u. Aug. 1705mit Hülfe von Cassini’s Tafel die Höhe des St. Gott-hard-Passes zu 6848 par. Fufs über dem Meere, ein an-dermal 7062 F. (neuere Messungen geben 6390 Fufs),den Furka-Pafs zu 7692 F. über dem Meere (jetzt 7748Hufs), und hielt dabei eifrig fest, dafs der Gotthard der
*) Die Vorstellungen der Alten waren in dieser Beziehungvoll von den höchsten Uehertreibungen. So sollten die Alpengipfelnach Plinius nicht weniger als 50 Millien hoch scyn, der BergAthos war nach ihm nahe an 80 Stadien (p. p. 45600 F.) hoch -f).
**) Naturgeschichte des Schweizerlandes, Ausg. vou Sulzer1746 Th. I. S. 26 f.
f) Ukert Geographie der Griechen und Römer II, lste Abth. p. 17.
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