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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Gebirgsgruppe von Brasilien.

Liingenthäler getrennt in der angegebenen Richtung strei-chen. Alex, von Humboldt den Orinoco befahrend,so weit er diese Gruppe begrenzt, zählte solcher Kettenwenigstens acht, wovon die nördlichste kaum 2000 F.hoch, die südlichste dagegen die höchste ist. Der an-sehnlichste Gipfel dieser Gruppe ist der Pic von Duida,^800 F. hoch. Zwei dieser Kelten durchbricht wunder-bar genug noch der Orinoco ganz nahe an ihrem äufser-sten Westende, und bildet in ihm die herrlichen Kata-rakten von May pur es und Atu res.

Die Gebirgsgruppe von Brasilien ist langeunbekannt geblieben, und wird auch gegenwärtig auf denmeisten Karten noch falsch angegeben; man hatte die un-richtige Vorstellung, als hänge dieselbe von O. nachW.streichend in W. mit der Kordilleren-Kette zusammen,und nannte sie deshalb Kordillere von Chiquitos.Die Untersuchungen von Eschwege, Spix und Mar-tius zeigen aber, dafs diese Gruppe gleich der vorigenvöllig isolirt steht, und sich auf den östlichen Theil vonBrasilien nahe der Küste des atlantischen Meeres be-schränkt. Ihre Hauptmasse liegt zwischen 18 und 28°südl. Breite, und sie besteht, genauer betrachtet, aus meli-eren Ketten, welche den Andes parallel, nämlich von8SW. nach NNO. streichen. Dieser Ketten unterschei-det Alex. v. Humboldt wesentlich drei. Die östliche(Serra do Mar) nahe dem Meere, welche der KüsteParallel vqn Bahia an Rio Janeiro vorüber bis zuden Inseln von Santa Catarina fortstreicht (29° 30’), hat1U) r eine unbedeutende Erhebung (bis 3960 Fuls), undls t merkwürdig wegen ihres ununterbrochenen Laufes,Welcher die Küsten Brasiliens so schön macht. Ihr inWesten folgt die Hauptkette von Villa rica, nach v.Eschwege Serra do Espinhaco; sie erreicht ihreansehnlichste Höhe in 18 — 21° s. Br. in dem golcl- unddiamantenreichen Distrikte der Provinz M i n a s Gera es,welcher ein Plateau von 2000 Fufs Höhe bildet. Die

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