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Jsothcrcn, Isochimcnen.
besondere solche Lagen, in welchen die Atmosphäre sehrmit Feuchtigkeit erfüllt ist (welche dem Einflufs der vongrofsen Meeren kommenden Winden ausgesetzt sind); ausolchen Orten giebt es zwar keine strengen Winter, undviele Gewächse gedeihen an ihnen, weil sie nicht vonden Winterfrösten zerstört werden, dagegen freilich abererreicht auch der Sommer keinen bedeutend hohen Wär-megrad, und es kann so Vorkommen, wie z. B. an denKüsten von Cornwall, dafs südliche Pflanzen, wie Myr-ten, Lorbeer, Cypressen und selbst Orangen, noch imFreien ausdauern, wo dennoch die Aepfel kaum reifwerden, und keine Traube gedeiht. Tiefer im Innernder Kontinente dagegen, wo die Feuchtigkeit nicht dasAufprellen der Sonnenstrahlen verhindert, wird sich dieHitze im Sommer zu einer aufserordentlichen Höhe stei-gern; da im Winter indefs die Strahlung durch die trok-kene Atmosphäre nicht verhindert wird, mufs die Kältewieder einen sehr hohen Grad erreichen.
Alex. v. Humboldt hat es daher für nöthig ge-halten, aufser den allgemeinen Isothermen, Linien für dieOrte gleicher Sommerwärme und gleicher Winterkältczu konstruiren, welche er isottierische und isochi-meirische Linien nannte (von &eQog, Sommer, und %ei-fimv, Winter). Sie schneiden die Isothermen auf einemannigfaltige Weise, und ihr Einflufs auf die Höhe derSchneegrenze wird natürlich von grofser Bedeutung seynmüssen. Denn die Höhe, in welcher der Schnee nichtmehr wegschmilzt, hängt begreiflich von der Gröfse derHitze ab, welche diese Gegenden im Sommer erreichen.Da indefs grofser Sommerhitze auch immer groi'se Win-terkälte und Trockenheit der Atmosphäre entgegensieht,so wirkt dieser Umstand noch mit auf die gröfsere Höheder Schneegrenze, denn bei grofser Kälte und Trocken-heit fällt nicht viel Schnee (bei mehr als — 10° Kälteist ein Schnecfall überhaupt wohl unerhört), und es wird