Isothermen.
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sehe Linien nannte, und hiebei nur zuerst konntees deutlich hervortreten, ob die Abnahme der Wärmevon dem Aequator nach den Polen hin gleichförmig odernach irgend einem andern ausdrückbaren Gesetze statt-linde.
Betrachtet man nun aber die isothermischen Liniena uch nur ganz flüchtig, so zeigt es sich sogleich, dafs sieeine doppelte Krümmung besitzen; sie steigen nämlichJ n dem mittleren Meridiane von Europa (der durch Ita-lien und Deutschland nach Norwegen fortsetzt) am höch-sten gegen den Pol auf, erniedrigen sich von uns aus inW, oder rücken dem Aequator näher, an der Europagegenüberliegenden Ostküste von Amerika, bilden dannwieder einen weniger hoch gegen dem Pol hinaufgerück-ten Scheitel an der Westküste von Nordamerika, senkensich von Neuem an der gegenüberliegenden Ostküste vonAsien, und steigen von dort wieder nach Europa hinauf.
Diesen Gesetzen der Wärme-Vertheilung gemäl's aberniufs natürlich auch die Höhe der ewigen Schneegrenzein den verschiedenen Theilen der Erde sich heben odersenken, und nur allein in der Nähe des Aequators, wodie Isothermen mit den Parallelkreisen beinahe zusam-■uenfallen, wo eine gröfsere Regelmäfsigkeit in derw ärmevertheilung stattfindet, wird sie gleichförmiger er-scheinen.
Es kommt nach Alex. v. Humboldt’s Betrach-tungen nicht ausschliefslich auf die durch die mittlereTemperatur angedeutete Wärmemenge, welche einemOrte an der Erdoberfläche zugetheilt ist, sondern auchauf die Verlheilung dieser Wärmemenge nach den Jah-reszeiten an. Es kommen nämlich in dieser Beziehungmannigfaltige Unregelmäfsigkeiten vor. Denn es giebtOrte auf der Erde, in welchen die Temperatur sich dasganze Jahr hindurch sehr nahe gleich bleibt, oder inwelchen der Unterschied zwischen den Wintern undSommern nur sehr unbedeutend ist, und diefs trifft ins-