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Einflufs der Klimate und
beträgt, kaum dieselbe Höhe erreicht, und in Berlin (imJuli) sich nur auf 18°,3 erhebt. Nach ihrem langen An-halten gleicht die Temperatur von Moskau in jener Zeitder von Montpellier, während im Winter das Thermo-meter zu Moskau bis auf —30° C. sinken kann, unddas Mittel des kältesten Monats noch —12° C. ist. (InBerlin beträgt das Mittel des Januars — 1,0 und dasdes Decembers — 1°,4 C.) Fast noch stärker zeigt sichdiefs Verhältnifs in Kasan, wo der Januar im Mittel— 15° C. hat.
Eine Folge dieser grofsen Temperatur-Verschieden-heit der Jahreszeiten ist, dafs die Schneelinie in den Ge-birgen, welche die russische Ebene berühren, ganz uner-wartet hoch liegt. So fanden sic Parrot, Engelhardtund Kupffer am Kaukasus erst in 1700 T. =10200F. Höhe, während sie an den Pyrenäen nach Ramond(am Neuville und Montperdu) nur 1360 bis höchstens1400 T. =8160 bis 8400 F. erreicht (Unterschied 2040bis 1800 F.), und doch liegen beide Gebirge genau un-ter einerlei Breite, unter 43" N.
Aufser diesen Verhältnissen aber, Avelche von derVertlieilung der Temperatur nach den Jahreszeiten her-rühren, wirken noch andere nicht minder wesentlicheUmstände auf die Höhe der Schneegrenze ein, so na-mentlich die Lage, die Form und der Zusammenhang derGebirge. In dieser Beziehung ist vorzugsw eise Folgendeszu bemerken. .
1) Wenn ein erhöhter Theil unserer Erdoberflächeeine ansehnliche Ausdehnung in die Länge und Breitehat, so dafs er eine in mehr oder minder Erhebung überdem Meere befindliche Ländermasse, ein Plateau bildet,so wird die von den Sonnenstrahlen auf ihm erzeugteWärme beträchtlich gröfser seyn als bei einzelnen Gipfel-spitzen, oder schmalen Kämmen eben so hoch aufsteigen-der Gebirge, und da sich diese Wärme der benachbar-ten Atmosphäre in gröfserer Ausdehnung mittheilt, so wird