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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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in den Polarregionen. 253

gfigen fand Kapit. Cook erst den Schnee um fast vollenördlicher in einzelnen Flecken liegend bei KapLisburne in 69° 5', und diefs hat neuerdings KapitainBeecliey bestätigt; weiterhinein aber ins Festland vonAmerika dringt der ewige Schnee nicht, ohnerachtet dieNordküste desselben stellenweise bis zu 72° Breite hin-aufgehend bekannt ist, dafür aber herrscht hier auch durchden Einflufs der grofsen Ebenen zwischen den RockyMountains und der A11 eghany-Kette, von welchendie feuchten Westwinde abgehalten werden, ein Klimavielleicht mit dem kontinentalsten Charakter, welcher bishieher beobachtet worden, denn es geben uns die Beob-achtungen von Franklin zu Fort Enterprize in 64° 28'Uördl. Br.

das Mittel des ganzen Jahres = —10°,1 C.

- Sommers = -+-11°,0 C.

- Winters =—30°,9 C.

Unterschied . . =41°,9 C.der kälteste Monat d. Dez. im Mittel == — 34°,3 C.und solch ein Verhältnifs kann auf die Entfernung derSchneegrenze vom Pol nicht ohne Einflufs bleiben.

Gegen den Südpol hin, wo es aus leicht erklärba-ren Ursachen noch fast ganz an Beobachtungen über dieMühe der Schneegrenze fehlt, ist übrigens wahrscheinlichdas Einschiefsen derselben gegen die Erdoberfläche nochsteiler als gegen Norden, denn alle Beobachter stimmendarin überein, dafs in der südlichen Hemisphäre in ho-hen Breiten die Temperatur noch ungleich schneller sinktals in der nördlichen. Indefs verdient wohl bemerkt zu" r erden, dafs nach neueren kritischen Untersuchungensich die allgemein verbreiteten Vorstellungen über dieso sehr geringe Wärme der südl. Halbkugel als über-trieben erwiesen haben. Diese Vorstellungen rührennämlich hauptsächlich aus den Beschreibungen von J. R.f orster auf Cook’s zweiter Reise her, welche langeZeit hindurch fast die einzige brauchbare Quelle für die

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