Glctschcrtischc.
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tenden Masse, und weil sie schlechte Wärmeleiter sind,nicht mehr ganz durchdringen. Es behält daher dieBerührungsfläche zwischen einem solchen Stein und derEismasse ungeändert ihre niedrige Temperatur, und wäh-lend das Eis rings umher den Wirkungen der Sonnen-strahlen ausgesetzt ist, können dieselben auf die Stelle,wo der Stein liegt, nicht einwirken. Es wird daher dieOberfläche des Eises rings umher abschmelzen, und nurder Theil, welchen der Stein deckt, wird in seiner vo-rigen Höhe stehen bleiben. Anstatt einzusinken liegtdaher der Stein, bald nachdem beim Vorrücken in dieWarme Jahreszeit die Wirkungen der Sonnenstrahlenbegonnen haben, auf einer frei hervorragenden Eissäule.
Diese Eissäulen mit einem Steine auf ihrer Spitze,Werden daher auf sehr vielen Gletschern gefunden, undsie erregen, ihres ausgezeichneten Charakters wegen, dieAufmerksamkeit der Reisenden. Besonders häufig, undWohl 12—15 F. über der Oberfläche hervorragend, sindsie auf dem Ober-Aargletscher zu Hause, und mankennt sie dort unter dem sehr bezeichnenden Namender Glctschertische. Kämtz hat darauf aufmerksamgemacht, dafs auch die Gestalt dieser vorragenden Eis-nassen sich in ganz auffallender Weise nach der Welt-gegend richtet; auf der Südseite nämlich schmelzen sie®teil, ja fast senkrecht ab, auf der Nordseite dagegen, wofast den ganzen Tag hindurch der Schatten des Steinesr uht, sinken sic sanft nieder. Wenn die Schmelzung anduien sich fortsetzt, so wird gewöhnlich der Südabhanga n seinem oberen Ende, wo er den Stein berührt, zu-er st weggenommen; der Stein verliert die gleichförmigeUnterstützung, läfst die Eissäule frei stehen, und mufssüdwärts herabfallen, wo er denn am Fufse seiner vor-maligen Grundlage liegend, nun einen neuen Gletscher-tisch bildet.
Man bemerkt nicht selten auf der Oberfläche desEises, oft mitten in demselben und entfernt von den