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Guffcrlinien,
Thalrändern stumpf kegelförmige, 30 — 40 F. hohe An-häufungen von Sand, Schutt und Steinen, wie Grabhü-gel gebildet, welche auf einer merklich erhöhten Grund-lage liegen, und sich gewöhnlich in einer gröfseren An-zahl nahe bei einander vorfmden, so dafs sie eine Artvon oft unterbrochener Hügelrcihe bilden. Diese Gebildenennt man in der deutschen Schweiz Gufferlinien(Gouffrelignes).
Es ist die Meinung bei den Alpenbewohnern ver-breitet, als ob diese hervorragenden Schuttmassen durcheine dem Eise eigene hervorstofsende Kraft in die Höhegetrieben werden, und da man mehrfach die Bemerkunggemacht hat, dafs frAnde Körper, welche durch Zufallin die Spalten des Eises fallen, meist tiefer unten an derOberfläche wieder zum Vorschein kommen, so glaubtman gewöhnlich, das Eis habe eine ihm eigene hervor-treibende Kraft, vermöge deren es sich von den ihm zu-geführten fremden Beimengungen reinige. Indefs hatschon Saussure diese Meinung mit überzeugendenGründen widerlegt *). Abgesehen, dafs eine solche her-vortreibende Kraft unbegreiflich seyn würde, sagt er, er-scheine schon der Umstand ganz widersinnig, dafs dasEis gerade da in die Höhe treiben solle, wo es mit 15bis 20 Fufs hohen Schuttmassen belastet sey, um so vielmehr, da das bedeckte Eis mit dem nackten in vollkom-menem Zusammenhänge stehe, und nicht etwa durch Spal-ten von ihm getrennt sey, wie bei der erwähnten Vor-aussetzung doch stattfinden müfste.
Er macht ferner darauf aufmerksam, dafs die Guf-ferlinien in der Regel mehr oder minder deutlich denfernen Rändern des Gletschers parallel laufen, und glaubtdaher, es seyen diefs einzelne losgerissene Theile derursprünglich am Rande befindlichen Steinwälle, welche,wenn das Thal, in dem der Gletscher herabrückt, wie
) Voyages II, 224 .