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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Entstehung derselben.

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so häufig, eine muldenförmige Gestalt hat, durch die Be-wegung des unterliegenden Eises von den Rändern wegßach der Mitte zu geschoben werden. Saussure sahhäufig, besonders gegen Ende des Sommers, in breitenGletschcrthälcrn zwischen dem Fufse der einfassendenBerge und den Gletscherrändern beträchtliche Lücken,Welche von keiner anderen Ursache als vom Fortrückendes Eises von den Rändern gegen die Mitte herrührenkonnten. Während des folgenden Winters aber wer-den diese leeren Räume von Neuem mit Schnee erfüllt,der dann mit Wasser getränkt und oft schon währenddes Frühjahrs in Eis verwandelt wird, so dafs dann dielosgezogenen Theile des Gletscherwalles nun im näch-sten Jahre schon weit im Innern der Eisfläche liegen.Dieser Rand von neuem Eise aber wird vom nahenBerge mit neuen Trümmern bedeckt, diese bedecktenLinien rücken auch nach und nach gegen die Mitte desGletschers fort, und bilden also den vorigen paralleleBänke, welche sich schief gezogen von einer doppeltenBewegung hinlegen, die einerseits nach dem Abhange desBodens gegen die Mitte des Thaies, andererseits nadhdem Abhänge des Thaies im Allgemeinen gegen den un-teren Berg gerichtet ist.

Dafs diese Ansicht in der That die richtige sey,wird durch ein sehr schönes klares Beispiel vom Lau-teraargletscher erwiesen, welches Wittenbach an-führt. Dieser Gletscher füllt ein grofses und langes Thalaus, dessen gegenüberstehende Wände durch verschie-denartige Gebirgsarten gebildet werden. Weit hineinUach der Mitte desselben, sieht man mehrfach parallelhinter einander hervorragende Gufferlinien, und ihre Hü-gel bestehen auf der rechten Seite aus den Gesteinendes rechten, auf der linken aber aus denen des linkenAbhanges; in der Mitte aber weiter unten kommen dieGufferhügel zusammen, und nun vermengen sich beideGesteinarten.