Gletscher in den Pyrenäen.
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S eyer-See, den man mit Böten befährt. Er ist gegen200 F. tief, und hat sich erweislich erst im J. 1404 ge-bildet. Seitdem hat er stets fortbestanden, und bis zumJahre 1773 sechs zum Theil sehr furchtbare Durchbrüchegemacht, welche an der im Etsch-Thale gelegenenStadt Mer an ähnliche Verwüstungen anrichteten, wieder Durchbruch des Bagne-Thales bei Martinach.
Weiter östlich koncentrirt sich die Gletscher - Bil-dung noch einmal sehr ansehnlich in den Umgebun-gen des nahe an 12000 F. hohen Grofs-Glockners,an den Grenzen von Tyrol, Ober-Kärnthen undSalzburg. Dort werden die Gletscher allgemein mitdem Namen Küfs belegt, und die letzten unter ihnenfinden sich weiter östlich noch in der sogenanntenTauernkette bis 9000 F. über Gmünd in Ober-Kärnthen. Gegen SO. erhebt sich zwar die Felsen-Pyramide des Terglöu bis nahe an 10000 F., jedochohne Gletscher. In NO. kommen die letzten Spurensolcher Bildungen im österreichischen Salz-Kammer-gut in dem Hallstädter Gletscher vor. Weiterhingegen Osten aber verlieren die Alpen den Charakter,Welcher zur Gletscher-Bildung nothwendig ist.
Unter den südlicher als die Alpen gelegenen Ge-birgsketten tragen, so weit bekannt ist, nur der Kau-kasus und die Pyrenäen noch Gletscher, ln dem er-beren Gebirge wissen wir nur wenig davon aus denQuellengegenden des Terekthales am Kasbek.
In den Pyrenäen werden die Gletscher mit demLokal-Namen Ser neilles belegt, und nach den Zusam-menstellungen von Charpentier sind sie dort sämmt-lich von der durch Saussure unterschiedenen und obenerwähnten zweiten Art. Da es an wagerecht und mulden-förmig gestalteten Hochthälern in dieser schmalen hohenGebirgskette fehlt, so legen sie sich sämmtlich an die Ab-hänge der Berge, und in die vor den Sonnenstrahlen ge-schützten, steil von der Hauptkette herablaufenden Thal-
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