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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Regio caliila.

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Bestrahlung hindert fast das ganze Jahr hindurch diefeuchten Niederschläge der Atmosphäre. Wo überdiefsn °ch das Meer in der Nähe ist, oder Flüsse, die vonden Bergen kommen, münden, oder durch Austreten ste-hende Wassermassen erzeugen, da herrscht aufscrdemdurch die schnelle Fäulnifs und den Mangel luftreini-§ender Winde eine pestilenzialische Luft. Es ist daherdas Bild dieses Theiles der heifsen Region in der Thate *n sehr abschreckendes, und die Unerträglichkeit derdort herrschenden schattenlosen Hitze ergiebt sich genü-gend daraus, dafs in Cumana die Temperatur oft Mo-Uate lang am Tage sich zwischen 26° — 30° C. hält, desNachts aber höchstens auf 23,5—22° C. herabsinkt,^ährend hier die mittleren Differenzen zwischen deinTemperatur-Medium der kältesten und wärmsten Monatedes Jahres etwa nur 2,5° C. betragen. Noch drückenderaber ist diefs Verhältnifs in den Llanos, dort fand A.v< Humboldt die Wärme am Tage 32 — 36° C., desNachts 30 — 31°, und der Sand des Bodens hatte Nach-mittags 4 Uhr eine Temperatur von 53° angenommen,liier herrscht das ganze Jahr hindurch eine Temperatur' v *e die des Monates Juli zu Kairo, doch bringen indiese Llanos die Flüsse von den Gebirgen ihr AVasser,««ei zur Winterszeit überziehen sie sich mit Kräutern,Worunter besonders krautartige Mimosen, welche demT'ieh eine willkommene Nahrung darbieten; aufserdems *nd hier charakteristisch die Cactus, oft Quellen vertre-te öd für die Maullhiere.

Ganz anders dagegen ist das Bild, welches die obe-* e h Zweidrittel dieser heifsen Region darbieten. AlsMuster kann der untere Abhang der Gebirge von Neu-a ndalusien, Cnmanacoa, die Ufer des oberen Ori-Uoco, des oberen Amazonenstromes bei Tome-P e nda dienen. Dort ist Schatten von hochstämmi-gen Bäumen, welche in dieser Region mit den auf ih-Ueu vorkommenden Lianen fast die einzige Vegetation bil-