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Regio calida
den und es giebt häufige Regen und bewölkten Himmel,welcher die Hitze mildert. Alle dort wachsenden Bäumesind übrigens immergrün, da der Abgang ihres Laubesfortwährend ersetzt wird; dagegen fehlen diesen Gegen-den die Kräuter, welche eine zusammenhängende Wie-sendecke bilden, und sie entbehren so eine der schön-sten Zierden, das üppig frische Grün reicher WiescnÜä"eben, welche die gemäfsigte und kalte Zone auszeichnen.
Unter den Pllanzenformen, welche sich hier aus-zeichnen, sind vor Allem die prachtvollen dikotyledoni-schen Laubbäume zu nennen, welche, wie die mit man-delähnlichen Früchten bedeckte Uertholletia excelsdtwie die majestätischen Swietenien, das Guayaeuni,einige gigantische Ficus-Arten u. s. w., wahre Riesender Vegetation bilden, von deren Dimensionen so wievon der Kräftigkeit des Wuchses wir in den Klimatender gemäfsigten Zone keinen Begriff haben. Diese grofs-artigen Baumforinen, w elche die Haupt-Bestandtheile dersogenannten Urwälder Brasiliens, an dem Fufse derBergketten von Venezuela und am Orinoco bilden,sind mit einander auf das Mannigfaltigste und Innigsteverbunden durch die zahlreichen und oft selbst wiedermit kräftigen Stämmen versehenen Lianen oder Schling-pflanzen; mannigfaltigen Geschlechtern aus den Familiender Orchideen, Aristolochien, Apocineen, Pas-sifloren u. s. w. gehörig, bedecken sie wild durchein-ander oft die Bäume, an welchen sie sich emporschlin-gen bis zur Unkenntlichkeit. Blätter und Blüthen derverschiedenartigsten Formen wachsen hier oft so wun-derbar dicht durcheinander, dafs es dem Botaniker un-möglich scheint zu bestimmen, welche der einen, wel-che der andern Pflanze gehören, und das Leben einesMalers möchte häufig nicht hinreichen, alle die Blüthen-formen zu malen, welche ein einziger um einen Bauinsich zusammenwirrender Knäuel oder vegetabilischer Berg