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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Vegetations-Charakter

americana, doch bedürfen sie während des Wintersnoch der Bedeckung.

Dieser Abschnitt oder die schnelle Aenderung derVegetation an dem Südfufse der Alpen ist eine überallauffallende, viel bewunderte Erscheinung; sehr schön zeigter sich u. a. auch bei Triest, wenn inan aus den ran-lien Bergen von Kärnthen und Krain nun ganz plötz-lich gegen das adriatische Meer hin herabsteigt; mit'ihn 1ändert sich dort das ganze Ansehen des Landes, dennnach Istrien hinein fortsetzend, treten an die Stell 6kahler Getreidefelder nun ausgedehnte Olivenwälder; woman Korn baut, werden die Felder mit Bäumen durch-zogen, w r eil das Getreide zu seinem Gedeihen von nunan mehr und mehr stets des Schaltens bedarf, und anden Bäumen hinaufsteigend zieht man in den Kornfel'dein die Weinrebe. Eine sehr charakteristische Pflan-zenform dieser Gegenden ist auch schon gleich bei Triestdas riesengrofse und oft Aeste treibende Rohr Ar und»D onax, und wo Felswände hervortreten, wächst diedurch ihre schöne Bliithe so auffallende und anmuthig 6Kapern-Staude (Capparis spinosa). Doch es ist die-ses Bild einer südlichen Vegetation grofsentheils nur einekünstliche und schnell vorübergehende Erscheinung.

Gleich nachdem man den Abhang der Alpen ver-lassen hat, in der Lombardei, schon bei Mailand undund bis Modena und Bologna, wächst kein Ocl-bäum mehr; diese Bäume sollen an der Ostküste Ita-liens er.st vyieder bei Rimini anfangen, und noch viel we-niger ist an das Erscheinen von Südfrüchten zu denken.Diese ganze Vegetation der südeuropäischen Zone, wel-che sich unmittelbar der afrikanischen anschliefst, kehrt»von Norden herkommend, erst wieder, wenn man denKamm der Apenninenkette überschritten hat, und dorterlangt sie an dem Fufse der Gebirge gegen das Mee*hin einen ganz aufserordentlichen Grad der Entwicklung-