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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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am Südabhange der Alpen.

Fufse des Rigi, Rofsberges u. s. w., schon vorkommt;Sle gedeiht liier an den Abhängen der PiemontesischenAlpen in der gröfsesten Vollkommenheit, welche dieser■^aum überhaupt nur erreichen mag, bis zu nahe an 3000E- Höhe.

Endlich bringt hier der steile Südabhang des Ge-“O'ges eine Erscheinung hervor, welche vielleicht sonst111 diesen Breiten noch nicht erwartet werden sollte; es8tc llen sich nämlich in den Umgebungen der von hohenbergen geschützten Thäler, welche die grofsen Seebek-ben des Lago maggiore, L. di Como, di Lugano,di Garda u. s. w. ausfüllen, schon eine Reihe viel süd-licherer Gewächse ein, welche bis zu 6- und 700 Fufsüber das Meer aufsteigen, und dem Reisenden, welcherüber die Alpen kommt, gleich am Fufse derselben einAbbild von dem geben, was ihn, den Charakter der Flora^dingend, in dem mittleren und südlichen Italien erwar-tet- Die Region dieser südlichen Gewächse wird haupt-sächlich bezeichnet durch eine Reihe von immergrünenErzeugnissen, welche ihr einen völlig von der nordischenVerschiedenen Charakter geben, und es schlägt daher auch°ehouw vor, sie die regio sempervirens zu nen-nen. Wir bemerken unter derselben ganz besonders alsdie härteren, welche schon einen bedeutenderen Kälte-grad vertragen können, den Lorbeer (Latums nobilis),die pyramidale Cypresse (C. disticha) , die ini-tiier grüne Eiche (Q. Ilex), Viburnum Tinas; un-gleich zärtlicher aber schon, wenngleich auch noch hierbortkommend, sind die Myrte, der Oelbaum, wel-ker ohne besonders geschützte Lagen noch kaum reifeFrüchte bringt, der Kirschlorbeer (Prunus Lauro-Ce ^asus), die Granate, die Pinie, und endlich stel-le* 1 sich bekanntlich auch hier schon, wie auf den Bo-toinäisclien Inseln, am Garda-See u. s. w., die■Agrumi oder Südfrüchte ein, mit den ersten Spurenv °n Cactus Opuntia und der aloeähnlichen Agave