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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Vegetations-Charakter

Pyvol a secunda, Asarum und Atropa Hello-'dotina, die gegen Süden immer seltener werdenden |Heidelbeeren und Erdbeeren. Merkwürdig ist cs,

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dafs zugleich mit der Buche das Nadelholz auftritt, undwenn es gleich in den oberen Theilen ihrer Regionherrscht, dennoch nicht höher als sie geht. Von unserneinheimischen Nadelholz-Arten tritt hier allein nochin gröiseren Bäumen unsere Kiefer (P. .sylvestris) unddie Weifstanne ( P. picea Id., Abies peclinata auct.)iwiewohl seltener, doch in schönen Exemplaren hervor,besonders gedeiht die letztere ganz prächtig in Stämmenvon 130—150 Fufs Höhe, in den Bergen von Kala'brien, am Pollino, derSila u. s. w., und mit ihnendie dem südlichen Italien eigene P. Laricis (La'mark’s P. altissima), welche die schönsten Mastender Welt liefert. Auch der Taxus und JuniperusSabina sind hier zu Hause.

In den oberen 600 Fufs dieser so interessanten Re-gion von 4400 F. an etwa, tritt merkwürdig früh schondie erste Spur von der subalpinischen Region ein-Hier (auf dem Gipfel des Mte. St. Angclo z. B. beiNeapel) erscheinen zuerst Alchemilla alpina ei-nige Saxifragae ( rotundifolia, Aizoon), Pe-dicularis- Arten (rosea, foliosa) und selbst schonGentiana acaulis (Campanulae u. dgl.).

Die Höhe der Baumgrenze ist also in den GebirgenItaliens merkwürdig zurückgedrängt, und liegt selbst in |den meisten Fällen niedriger wie in den um 5— 10 Brei-tengraden nördlicheren Alpen. Es ist sehr wahrschein-lich, dafs dieser Umstand in der diesen Gebirgen eige-nen Nacktheit seinen Grund habe, welcher theils durchihr steiles Aufsteigen zu Felsenkämmen, theils aber auchdurch die mit dem benachbarten Afrika ihnen gemeineverhältnifsmäfsig viel gröfsere Trockenheit dieser Lände*(wo es zuweilen, wie in Sicilien, fünf Monate im Jahrekeinen Tropfen Regen giebt) bewirkt wird.