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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Aufserordentliche Tiefe der Schweizer Seen. 405

jucken übertrifft. So fand Saussure den Genfer-' ee an seiner Steilküste bei La Meillerie 950 F. tief;er 11 öden- Sec soll einer neueren Messung zufolge^ einigen Stellen bis 1200 Fufs Tiefe besitzen; derr aun-See im Salzkammergut soll unmittelbar unterer gegen 3000 F. hohen steilen Felswand des Traun-Sleil ‘es gegen 1800 F. Tiefe haben. Der letzteren An-pbe wird indefs widersprochen. Der Haupmann Schmutz1812 die Tiefe des Traun-Sees an mehr als 20 Stel-etl untersucht, und dessen gröfste Tiefe in der Seeengefischen Traunkirchen und Korbach auf 96 Klafter be-s hitunt. Dagegen ist die Ostsee zwischen den deut-Sc hen und skandinavischen Küsten nicht über 120 Fufsund die Tiefe der Nordsee beträgt zwischen denNorwegischen Küsten und den Shetlands-Inseln nirgendüj, b 400 F. Diese Tiefe der Alpen - Seen ist in der® a t um so mehr zu bewundern, als eine grofse MengeV °N Sand, Schlamm und Geschieben alljährlich von den111 sie einmündenden Flüssen seit Jahrtausenden in ih-"b abgesetzt wird.

^ Betrachten wir diese merkwürdigen, eben beschrie-ben Eigenschaften der Querthäler genauer, so erlan-jjb sie einen hohen Grad von Wichtigkeit, weil wir^tiurch einen tiefen Blick in die Entstehungsgeschichte^selben zu thun in den Stand gesetzt werden. Wa-fb nämlich die grofsen Weitungen derselben einst See-^bken, so können die den Abflufs derselben gestattendenblten in jener Periode theils noch nicht vorhandenWe sen sejn, oder doch grofsentheils wenigstens nichte gegenwärtige Tiefe besessen haben; diese Weitun-jjb also sind ältere Bildungen, und da sie gradezu Lük-^b in dem grofsen Schiclitverbande bezeichnen, so istle Ansicht am wahrscheinlichsten, dafs sie einst bei Er-e “ u «g der Bergketten durch das Einstürzen wenigerf Ut un terstützter Theile derselben, also als wahre, frei-

lich

°ft sehr grofsarlige Erdfällc entstanden sind. Die