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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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434 Atmosphärischer Ursprung der Quellen,

gemeine Anwendung finden könne, sondern dafs sie viel-mehr nur für die Art des Bodens passe, welche erwählt hatte; denn es ist klar, und durch eine Meng evon Erfahrungen erwiesen, dafs wenn der lockere Bo-den der Oberfläche, wie in so sehr vielen Fällen, in g* 5 "ringer Tiefe auf zerklüftetem Gesteine oder auf eine*das Wasser an sich hallenden Lehm- oder Thonschiebtaufliegt, alsdann diese das Regenwasscr mit grofser Be*gierde aufnehmen, und es so tief mit sich in die Erd e ifortführen können, als sie selbst niederwärts anhaltcn- |Es ist eine ganz bekannte Thatsache, dafs e§ überall ,üunseren Umgebungen sogenannte quellenführende Schieb'ten gebe, bis zu welchen man niedergehen muls, um m'tglücklichem Erfolge Brunnen anzulegen. Solche Schieb' |ten aber erzeugen das Wasser nicht von selbst in sich» !sondern sie sind in ihrem Quellenreichthume, wie wirAlle wissen, sehr abhängig von der Menge des darüber |gefallenen Regenwassers, und versagen nicht selten iötrockenen Jahren ganz oder zum Theil den Dienst. Doch jauch von den Wasseradern, welche in grofser Tiefe au 5 |den Klüften des festen Gesteines hervortreten, welcheoft die reichsten und anhaltendsten Quellen führen, uii^deren Entstehung man einem geheimnifsvollen, mit de" 1inneren Leben der Erde auf eine mystische Weise z"'sammenhängeuden Bildungs-Prozefs zuzuschreiben nochheute nicht selten geneigt ist, auch von diesen ist e smehrfach bestätigt, dafs sie mit dem auf der Oberflächeniederfallenden Regenwasser in einer deutlich naclrweiS'baren Verbindung stehen.

Es sind diefs Erfahrungen, welche vorzugsweise dc rBergmann bei seinen unterirdischen Arbeiten zu i" a 'chen Gelegenheit hat, und welche begreiflich für di®Erreichung bergmännischer Zwecke, für die AbwehruUpdes gefährlichsten Feindes, der dem Bergmanne in de"Tiefen der Erdrinde begegnet, von der äufsersten Wich'tigkeit seyn müssen; es ist in der That nur zu bewun-