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Eintheilung der Gewässer.
Die Gewässer dieser Klasse sind zweierlei Art.
Die einen sind in steter Bewegung begriffen, begin-nen vereinzelt als Quellen auf verhältnifsmäfsig hoch g e "legenen Punkten des Landes, und treffen in gröfsereroder geringerer Entfernung von ihrem Ursprung, den Ge-setzen der Schwere folgend, an tieferen Punkten zusam-men. Bäche bildend, rinnen sie nun weiter in nrn®'nigfach gestalteten Verzweigungen, gleichsam die Ader»höher organisirter Geschöpfe nachahmend, bis sie sichzu Flüssen oder Strömen vereinigen, welche das Landauf gröfseren Strecken durchschneiden, und sich zuletzt»wenigstens in der Regel, ins Meer ergiefsen. Diefs sinddie fliefsenden Land-Gewässer.
Die zweite Art von Gewässern des Festlandes zeich-net sich mehr durch Ruhe oder eine mehr oder mindervollständige Abgeschlossenheit aus. Meistens anverhältnifsmäfsig tief gelegenen Punkten der Erdober-fläche vorkommend, und immer fast allseitig von höhe-ren Ufern eingefafst, verweilen sie an ihrem Orte im Zu-stande eines mehr oder minder vollkommenen Gleichge-wichts, also meist mit wagerechter Oberfläche, den Cha-rakter der allgemeinen Gewässer nachahmend. Zwar fin-det auch bei diesen scheinbar ruhenden Wassersammlun-gen ein unaufhörlicher Wechsel ihrer Masse statt, indemsie theils von Flüssen durchschnitten und durch dies®mit dem Meer verbunden werden, theils aber auch vo®ihrer Oberfläche ab fortwährend verdunsten, und diesenVerlust durch neuen Zuflufs von den Ufern her ersetztbekommen; allein diese Verhältnisse sind ihnen nichtausschliefsend eigen, keine wesentliche Eigenschaften ih-res Charakters. Zu dieser Klasse gehören die Land-seen und, nach Umständen, die Sümpfe, Moräste»Torfmoore, kurz die steh enden Land-Gewässer.
I. Von den fliefsenden Land-Gewässern.
Es bedarf hier wohl kaum der Erinnerung, welchenwichtigen, welchen belebenden Einflufs die fliefsenden