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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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450 Innere der Erde keine Wasscrkugel.

fliefsen. Di^fs zeigt sich u. a. ganz deutlich bei vielensüfsen Quellen, welche an der niederländischen,dalmatinischen und istrianischen Küste auf demGrunde des Meeres austreten, und welche nur zur Eb-bezeit springen, wenn der Druck des darüber stehendenSalzwassers aufhört. — Jedenfalls aber ist hier immernur von einer unter sehr lokalen Umständen sich zei-genden Erscheinung die Rede, welche auf die allgemeineAnsicht von der Entstehung der Quellen keinen Ein-flufs hat.

Noch könnte den hier angeführten Ansichten dieserArt eine grofse Anzahl anderer hinzugefügt werden, wel-che indefs alle bei weitem weniger Wahrscheinlichkeits-gründe für sich aufzu^veisen haben. Unter anderen ge-hört dahin die Ansicht von Woodward; welche neuer-lich Silberschlag wieder aufnahm, dafs das Innere un-serer Erde eine grofse Wasserkugel sey, welche durchSpalten in dem Boden mit der Oberfläche in Verbindungstehe und sich daselbst als Quellen ergiefse, von demMeere aber ergänzt werde. Es ist indefs bekannt, dafsunser Erdkörper, schon seines specifischen Gewichteswegen, nicht aus Wasser bestehen kann.

Seit Mariotte und Halley zuerst ihre mifslunge- jneu Versuche machten, hat es verhältnifsmäfsig sehr langegedauert, bis man cs wieder wagte, die einzig möglichemathematische Beweisführung zu versuchen, dafs des jähr-lich aus der Luft niederfallenden Wassers genug sey, um ,die jährliche Verdunstung sowohl als den Wasserschatzzu bestreiten, welchen die Quellen und Flüsse ins Meerführen. Der Vdrtheil, welchen die Wissenschaft davonziehen würde, wenn man nach Sedileau’s Vorgängeein Insclland zu solchem Versuche wählte, blieb nochin guter Erinnerung; doch unternahm es erst 100 Jahrespäter, nämlich im Jahre 1799, JohnDalton, eine sol-che Arbeit auf England wieder anzuwenden, und sie istes, welche bis jetzt als die Fundamental - Arbeit zur