536 Intermlttirendc Springquellen,
seyn, bei welchem mulhmafslich der Bergbau die Ursa-che der Zerstörung des Apparates gewesen ist.
Noch kauu ich nicht umhin, hier einer ganz eige-nen Art von intermittirenden Quellen zu gedenken, de-ren Entstehungs-Apparat von dem beschriebenen wesent-lich abweicht. Es sind diefs die intermittirendenhei Isen Springquellen, welche in mehreren vulka-nischen Gegenden der Erde, nirgend aber schöner undzahlreicher Vorkommen, als auf Island.
Die beträchtlichsten derselben sind dort der Gei-ser und der seit 1784 durch ein Erdbeben neu entstan-dene Strock, welcher nach Ohlsen’s Bestimmung nur290 Fufs vom Geiser entfernt liegt. Der Name Gei- ,ser kommt von dem isländischen Worte geisa, wü-then, her.
Beide liegen in einem überall von unzähligen hei- jfsen Quellen durchbohrten Hachen Thale, dem sogenann- Jten Ho ege dal, etwa 3 Meilen nördlich von Skai holt.Ihre Ursprungsorte sind fast kreisrunde Becken von 60bis 70 Fufs Durchmesser, auf der Spitze kleiner Hügelvon etwa 30 Fufs Höhe, ganz aus Kiesel-Absätzen ge-bildet, die die Quellen selbst an ihren Mündungen ab-gesetzt haben. — Diese Becken haben auf ihrem Bodeneinen engen Zuführungs-Kanal, durch welchen siedendheifses Wasser allmalig aufsteigt; hat diefs nun das Bek-ken erfüllt, oder auch früher, so erfolgt gewöhnlich einunterirdisch rollendes Getöse, Kanonenschüssen vergleich-bar, oft so stark, dafs der Boden mächtig davon erbebt,sich hebt, und gevvissermafsen zu bersten di;oht; gleich-zeitig wird das Wasser unruhig, schäumt wild auf, undindem sich eine ungeheure Dampfmasse aus ihm entbin-det, wird es mit Heftigkeit aus dem Boden herausgewor-fen, Strahlen von 8 bis 10 Fufs Durchmesser werdenmit losen Steinen und Dampf vermengt, wie Rakpten, un-ter günstigen Umständen bis zu einer Höhe von 3- bis400 Fufs (Olafsen und Povelsen schätzten die Höhe