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1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
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VI
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Vorrede

Auflage erinnerte:daß das, was jeder Beschreibung einesLandes erst Leben und Anschaulichkeit geben kann, die eigent-liche Natur des Landes, die klimatischen und phy-sischen Eigenthümlichkeiten desselben, die Art Und Bil-dung der Bewosincr rc., diese physische und ächt menschlich in-teressante Seite der Länderkunde mehr als billig in den Schat-ten gestellt worden;" ein Urtheil, welches auch noch heut zuTage die Mehrzahl der geographischen Werke trifft, worin aberzugleich der Gesichtspunkt ausgesprochen war, von welchem jedeBearbeitung eines Andern ausgehen mußte. Ich schöpfte dar-aus die Hoffnung, daß es mir wohl gelingen dürste, diesenGesichtspunkt streng festzuhalten, Um so mehr, als mir geradedie physische Seite der Erdkunde insbesondere längst ein höhesInteresse eingeflößt und mich außerdem eine zwölfjährige Lehr-thätigkcit mit den Bedürfnissen des geographischen Unterrichtsvertraut gemacht hatte. So erklärte ich mich denn bereit, dieHerausgabe von Hrn. Blaue's Handbuch fernerhin zu über-nehmen, und ich habe dem Leser, nachdem das leitende Principim Obigen ausgesprochen ist, nur noch in Kürze Rechenschaftabzulegen, was mein Antheil an dieser Auflage ist und welcheAbschnitte vorzugsweise bedeutende Aenderungen erlitten haben.Vor Allem war die Einleitung, welche das Wichtigste aus derAstronomie und die sogenannte mathematische und physikalischeGeographie enthält, einer gänzlichen, durchgreifenden Umarbei-tung zu unterwerfen. Zwar'sagt der Hr. Vers. in der ange-führten Vorrede,daß er derselben eine größere Ausdehnunggegeben und mehr Gegenstände darin aufgenommen habe, alsgewöhnlich geschieht, weil gerade dies der Jugend das Inter-essanteste zu sein Pflegt und weil ohne diese allgemei-nen physischen Vorkenntnisse aller geographischeUnterricht vergeblichsei," eine Erfahrung, welche wohlwenige Lehrer bestreiken möchten; aber nichtsdestowenigerwird, wie der Hr. Vers. selbst gesteht, Niemand nach demjetzigen Standpunkte der Wissenschaft leugnen können, daß ebenin der Einleitung noch Vieles gänzlich Übergängen oder zu kurzabgehandelt worden, was als wesentlicher Theil in der Physikdes Erdballs zu betrachten ist- Daher mußten bedeutende Ab-schnitte, wie die von den Mcltkörpcrn, von der Luft, dem