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1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
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> Allgemeine Einleitung.

llns die Astronomie oder Sternkunde, eine Wissenschaft,deren ungeheure Fortschritte in den letzten Jahrhunderten demMenschlichen Geiste die größte Ehre machen. Ihr Ursprungoder vielmehr die ersten Versuche der Menschen in der Astrono-mie verlieren sich in das höchste Alterthum. Es mußte von jeherdsm Menschen, sobald er nur in einem geselligen Zustande lebte,em dringendes Bedürfniß sein, die wiederkehrenden Abschnitteder Zeit einigermaßen genau zu bestimmen, um seine Ge-jwäfte im öffentlichen und häuslichen Leben danach einzurichten.Daher finden wir auch bei den ältesten Völkern der Welt, denAegyplern, Chaldaern, Indern und ChineseN, daß sie'schon inden frühesten Zeiten (die Chinesen gewiß schon 1100 Jahre vorDusti Geburt) einige Kenntniß der Astronomie gehabt, wenig?stens so viel, um die wiederkehrenden Erscheinungen am Him-mel leidlich zu berechnen. Aber auch diese wahrscheinlich nichtsehr bedeutenden Kenntnisse sind bei den meisten dieser Völkerso gänzlich wieder verloren gegangen, daß z. B. die Chinesenletzt nicht im Stande sind, ohne Hülfe der Europäer auch nurden gemeinsten Kalender anzufertigen. Die Griechen, das ge-bildetste Volk des Alterthums, haben sich zwar ebenfalls mitder Astronomie beschäftigt; allein der Mangel an Instrumentenzu den nöthigen Beobachtungen und die Unbekanntschaft mitder höhern Rechenkunst ließen auch sie keine bedeutenden Fort-schritte in dieser Wissenschaft machen. Erst die alexandrinischePhilosophenschule (gestiftet 300 v. Chr.) beobachtete die Gestirnegenauer, und Aristarch (264 v. Chr.) ahndete schon, daß die Erdeüch in einem schiefen Kreise um die Sonne bewege. Ihm folg-ten Euklid, Eratosthenes und der größte Astronom des Alter-thums, Hipparch von Nicaea, welcher unter Andern ein Fix-'chrnverzcichmß verfertigte und selbst die Länge unsres Jahres^Mcrh richtig bestimmte. Weit berühmter aber ist sein Nachfol-ge Ptolemaus (etwa 100 I. nach Christi Geburt) geworden,man selbst lange Zeit für den Vater der Astronomie ange-ben hat. Er schrieb zwar das erste astronomische Systemwelches bis in's 16te Jahrhundert daS herrschendeächb; allein auch seine Kenntnisse sind von keiner Bedeutung,ichtzn man sie mit dem jetzigen Zustande der Astronomie ver-lstjcht. Er nahm die Erde als ruhenden Mittelpunkt der Welt an,r/t" glaubte, daß die Sonne und alle Sterne sich um sie täglichj Legten, wobei die Planeten aber nicht in Kreisen, sondern.eigenthümlichen verschlungenen Bahnen liefen; obgleich schon^r ihm einige griechische Philosophen eine richtigere Än-Mkt lsshabt haben sollen, deren Meinungen aber, vielleicht wohl,h^.sle dem gemeinen Augenschein zu sehr widersprachen, un-de,, ! blieben und bald in Vergessenheit geriethen. Die vongriechischen Astronomen erworbenen Kenntnisse wurden uns