Allgemeine Einleitung. '25
ßrrt. Kurzsichtige müssen das Ocular dem Objectiv näher brin-?sn; Weitsichtige uingekehrt. Solcher. Fernrohre bedient manllch aber gegenwärtig nur im gemeinen Leben und Nennt sie ge-wöhnlich Perspektive. — Zur Beobachtung der Gestirnetaucht man die astronomischen Fernrohre, deren Objectivund Ocular convex sind, wodurch der zu beobachtende Gegenstandumgekehrt erscheint; auch giebt man ihnen zuweilen zu stärke-2er Vergrößerung wegen der Zerstreuung der Lichtstrahlen meh-^re Oculare. — Werden die Glaser von gewöhnlichemAase gemacht, so haben sie den Fehler, daß die Gegen-siandc wegen der Zerstreuung der Lichtstrahlen mit farbigenLändern erscheinen; diesem aber ist durch die Erfindung ddsAgländers Dollond seit 1755 abgeholfen. Er fand nam-s'ch, daß, wenn man zu den Objectiven zwei verschiedene Gla-ein converes von Crown glas (Spiegelglas), und einschwach concaves von einer stark mit Blei gemischten Glasart,Flintglas genannt, nähme, die farbigen Ränder der Gegen-stände verschwanden; auch reicht dazu schon eine passende Ver-bindung mehrerer Linsen von derselben Glasart hin. Fernröhre,Me nach dieser Methode gebaut sind, nennt man achroma-tische (farblose) oder Dollonds. In neuerer Zeit hatFtaunhofer (geb. 1787, gest. 1826) zu München sich be-sondere Verdienste um die Vervollkommnung der Fernrohre er-morden; sein größter Refraktor hat 9 Zoll Durchmesser des^Aromatischen Objektivs. — Wichtige Dienste leisten auch dieSpiegelteleskope, welche so eingerichtet sind: Ein Hohlspie-M von Metall befindet sich am Hintern Ende einer Röhre undMgt das Bild des zu beobachtenden Gegenstandes auf; diesessostd kann man nun entweder unmittelbar von dem SpiegelW/bst, oder nachdem es von demselben auf einen am andern^nde dxg Rohrs befindlichen kleinern Hohl - oder PlanspiegelZeworsin worden, mit Hülfe eines OcularS beobachten. Das^Aßte bis jetzt angefertigte Spiegelteleskop ist dasjenige, welches2 Astronom William Herschel (geb. 1738 zu Hannover,W. ;A 22 ) in England aufgestellt und wovon der Spiegelim Durchmesser hat, das Rohr aber eine Lange von 40 Fuß.Kometensuchern versteht man kurze Fernrohre mit gro-auf - ular, welche wenig vergrößern, recht lichtstark sind unddgl suien Blick einen großen Theil des Himmels übersehen lassen,^2 zur Entdeckung der Kometen am Geeignetsten sind.dei>c» ^ Zeit der Erfindung der Fernrohre und der Erfindersch ssweN-lassen sich kaum mit Gewißheit ausmachen. Am Wahr-es "lchsten ist es, daß wir die Erfindung dem Zufall verdan-Jg, Ab daß die ersten Fernrohre in Holland zu Anfang des 17tenbh?A2Urdcrts von dem Brillenmacher Hans Lippershey (ge-il aus Wesel) in Middelburg angefertigt wurden. Die erste