Allgemeine Einleitung. 45
schneiden also alle Parallel- oder Breitenkreise unter rechten-Winkeln. Welche von diesen Kreisen, denn man kann ihreroffenbar unzählige durch die Pole legen, in der vorliegenden«ufgabe, den Ort eines Punktes auf der Erde genau zu be-stimmen, zur Anwendung kommen, ist nun zunächst zu unter-fuchen. Theilt man den Aequator in 360 Grade und legtburch jeden Theilungspunkt und durch die beiden Pole einenHalbkreis, so erhält man 360 solcher Halbkreise, und es ent-steht zuerst die Frage, von wo man dieselben zählen soll. So-vlel sieht man wohl, daß man irgend einen willkürlich als An-mng (oder 0") annehmen muß. Wir wollen vorläufig einmalden durch die Sternwarte zu Paris gezogenen als solchen an-sehen und von hier nach rechts (Osten) auf der Kugel herum-öahlen. Da aber jene 360 Halbkreise die Eigenschaft haben,^uch jeden Parallclkreis in 360 gleiche Theile oder Grade zu»erlegen; so ist es völlig gleichgültig, ob wir auf dem Aequatoroder auf einem andern Breitenkreise, in jener östlichen Richtungfortgehend, zählen. Der erste Kreis, auf den wir treffen, liegt 1 °^dm Pariser entfernt, und wenn wir nun finden, daß ein Ortr östlich von Paris liegt, so wissen wir, daß er in dem Halb-reife liegt, den wir eben näher bezeichneten; geht der Ute Kreisdurch einen Ort, so liegt derselbe 11" von Paris nach OstenM entfernt. Hierdurch wird aber wieder noch nicht bestimmt,u welchem Punkte eines solchen Kreises der Ort gelegen ist, und"'U dies zu bezeichnen, nehmen wir nun noch die Parallelkreise»u Hülfe. Diese werden von jedem Halbkreise in einem eiuzi-osu Punkte geschnitten, und so erkennen wir denn ohne Schwie-Lkeit, wie durch die Angabe, wie weit ab ein Halbkreis von Pa-gs gelegen ist, der Punkt genau bestimmt wird, in welchem'U auf -einem Parallclkreise ein Ort befindet. Bei einer sostoßen Kugel, wie die Erde, reichen wir aber wieder behufsgenauen Bestimmung noch nicht mit jener Eintheilung»in- Äquators oder irgend eines Breitenkreises in ganze Gradec ^ denn dann ist der Abstand zweier solcher auf einanders.Aeuden Halbkreise auf dem Aequator noch sehr beträchtlichMeilen); deßhalb theilt man jeden Grad wieder in Minu-du/j^o Minute wieder ju Secunden, und wenn man sich nunH jeden solchen Theilungspunkt und durch die Pole ebenfallsk>n ^ Wogen denkt, so kann man in der Angabe, wie weit(tz "^ot in Graden, Minuten und Secunden vom ersten KreiseEis) entfernt liegt, sich der wahren Lage z. B. auf demq^ Evr selbst bei der beträchtlichen Größe der Erde so weitZehn"" bgß man nicht einmal einen Fehlex von 100 Fuß be-pstea't ^ose Entfernung von einem als Anfang gesetzten Kreisebitte? kurz mit dem Ausdruck der geographischen Länge^ -rtes zu bezeichnen. Heißt es also z. B-, daß Berlin,