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1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
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46 Allgemeine Einleitung.

dessen Abstand vom Aequator wir oben genau angegeben haben,unter 11 " 3 , 30" östlicher Lange von Paris liegt; so findenwir diesen Ort auf der Erde, wenn wir von Paris aus aufdem Parallelkrcise, welcher durch Berlin geht, 11» 3^ 30"nach Osten gehen; und somit ist durch die Angabe der (geogra-phischen) Breite und Länge eines Ortes seine Lage stets genaubestimmt.

Der Himmel als Kugel wird auf ähnliche Weise eingetheilt.Die Verlängerung der Erdare trifft, wie bereits gesagt ist, amHimmel die Weltpole, die Ebene des Erdäquators, bis an dasHimmelsgewölbe ausgedehnt, bildet den Weltäquator (welcheralso dem Erdäquator entspricht). Was wir auf der Erde Längeund Breite nennen, heißt bei derselben Eintheilung des Himmelsgerade Aufsteigung (Nectascension) und Declination.Wenn man daher den Weltäquator oder einen Parallelkreis an derHimmelskügel in 360 Grade und in Unterabtheilungen theilt, unddurch die Pole Kreise legt, welche den Aequator senkrecht durch-schneiden; so erhält man Kreise, welche den auf der Erde gezoge-nen völlig entsprechen und mit dem Ausdrucke Meridiane oderMittagskreise bezeichnet werden. Tritt ein Gestirn bei seinemscheinbaren täglichen Laufe um die Erde in den Meridian, so hates seine größte Höhe über dem Gesichtskreise des Beobachters er-reicht (oder es culminirt) und bei der Sonne nennt manden Augenblick, worin sie durch den Meridian geht, den Mit-tag des Beobachtungsortes. Stellt man sich diese Kreise, vondenen jeder aus 2 Halbkreisen besteht, 'welche in den Weltpolenzusammentreffen, auf die Erdoberfläche gezeichnet vor, so er-halt man grade die nämlichen, welche wir vorher zur Bestim-mung der Länge anwandten, und daher pflegt man dieselbenauch hier Meridiane zu nennen. Alle Punkte der Erdoberfläche,durch welche der nämliche Meridian geht, haben auf der erleuch-teten Erdhälfte in demselben Augenblicke Mittag, auf der dun-keln Hälfte zugleich Mitternacht: sie haben nach. der Uhr dienämliche Zeit. Wie der Aequator die Erde in eine nörd-liche und südliche Halste, so theilt sie jeder Meridian (als größ-ter Kreis) in eine östliche und westliche. Geht man von eine«»Meridian auf dem'Aequator rund herum, so hat man, wennman bis 180» gekommen ist., denjenigen Halbkreis erreich^welcher dem, von welchem man ausgegangen ist, grade gegen-über liegt. Zählt man in derselben Richtung weiter, so wird dffLänge größer als 180» (d. h- der Ort ist über die Hälfte de^ihm zugehörigen Breitenkreises vom ersten Meridian entfernt^So muß man z. B. vom Pariser Meridian aus 314» 24 ^ 11nach Osten fortgehen, um zu dem durch Rio Janeiro im süd-lichen Amerika laufenden Meridian zu gelangen. Statt dessenist es bei uns gebräuchlicher, nur bis 180» nach Osten zu