Buch 
1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
Entstehung
Seite
478
JPEG-Download
 

478

^4. Europa.

der Armuth ablegten, wozu noch die Wicht kam, diebigcn unablässig zu bekämpfen. Der älteste von diesen n „Jobanniterorden. Kaufleute aus Amalsi in Italien hatten -1048 zu Jerusalem ein Hospital für kranke Pilgert gegemund es Johannes dem Täufer geweiht; aus den MöflchsstVch.hier den Dienst versahen, entstanden im Anfange des 12-jene Ritter, welche nun theils die Kranken verpflegten/die Waffen führten. Anfänglich hießen sie Johanniter oder ^spitaliter. Als Palästina verloren ging, zogen sie sich nach ^prus, von da vertrieben nach Rhodus, wo sie sich ^ diesi200 Jahre behaupteten und Rhodiser hießen. Als auchInsel 1522 von den Türken nach einer der hartnäckigste" ^lagerungen erobert worden, erhielten sie vorn Kaiser CarlInsel Malta, woher sie Malteser hießen, bis sie endlich .^,1diese 1798 an die Franzosen verloren. Der Orden, ^ M,seit einem Jahrhundert seine Bestimmung nicht mehr esi^ist jetzt als aufgehoben zu betrachten. . Kurze Zeit nach - ^entstand zu Jerusalem 1119 ein zweiter ähnlicher Orde"^ -oder Tempelherren, die ihren Namen davon hatten, daß ' »§,r-Jerusalem in der Nähe des Orts, wo der alte Tempelden, wohnten. Ursprünglich gering an Zahl und äußerst ^führten sie den Namen: arme Ritter; bald aber vermehrihre Zahl, und sie erwarben große Reichthümer und Dich-ter in allen Ländern von Europa, vorzüglich inDieser Reichthum und der Uebermuth, der eine Folge dckwar, bereiteten ihnen den Untergang. Philipp IV Kc-Schöne von Frankreich in Verbindung mit dem Wp'menS V. hatte ihnen das Verderben geschworen, An^eiiTage 1307 wurden alle Tempelherren in-Frankreichgenommen, um durch die grausamste Marter zum EE,^§chtniß der Verbrechen, deren man den Orden beschuldigte, ?zu werden. Die meisten läugneten hartnäckig; viele,den Qualen zu' entgehengestanden hatten, widerriefe"ihre Aussage und starben in den Flammen. Auch H Schick-meister des Ordens Jakob von Molay hatte das nämlichsal; er ward 1314 zu Paris verbrannt und der Qst. gchrPapste aufgehoben. Seine Güter eignete sich dertentheils zu. In andern Ländern verfuhr man wenige'sam und die Tempelherren wurden zum Theil mit de>niterN vereinigt. Die gewaltsame- und in der Form .M'tchwörtliche Art dieser Aufhebung hat von jeher dieals unschuldige Märtyrer betrachten lassen; neuere U"gen haben indeß mehr als wahrscheinlich gemacht, daß l iinOch ^ von dem Vorwurf geheimer antichristlicher Lohnn ^„e>natürlicher Laster, die sie beide wohl im Orient mochte" ^gelernt haben, freigesprochen werden können. —

>r-!

^sen

L'

^tde

En

>«K»!

wig-

'?al

^ die

ir«

"«?.u

K,

K

k*