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1 (1846) Allgemeine Einleitung. Pyrenäische Halbinsel. Frankreich, Britisches Reich, Holland und Belgien / [L.G. Blanc]
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Europa.

Das eigentliche Königreich der Niederlande umfaßt 554 ssM'und wird in folgende 10 Provinzen getheilt.

1. und S. Holland, welches nach der jetzigen politische"Eintheilung S Provinzen, Nord- und Süd-Holland, um-faßt. Sie gehören zu den am Niedrigsten liegenden und sinddaher ganz mit Deichen, Kanälen, Schleusen, Poldern u. s-f"-bedeckt. Gegen die Nordsee ist das Land durch eine Reihe nie-driger Sandhügel, die Dünen, geschützt, in welchen man, un-geachtet der Nachbarschaft der See-, Quellen süßen Wassers an-trifft.. Die große Feuchtigkeit des Bodens erlaubt nur wenigGetreidebau; aber nirgend in der Welt findet man so viele, ssschöne und mit so trefflichem Rindvieh bedeckte Wiesen.große Anzahl der Städte und Dörfer, die große Reinlichkeit,die selbst überall' auf dem Lande herrscht, und der überall Dzeigende Wohlstand machen sie zu einem der merkwürdigst^'Länder. Eine ungeheure Menge Torf, feiner Flachs, herrlich^Rindvieh und Schaafe, vortreffliche Butter, vorzüglich die Le>?dener, und die weltberühmten Käse sind die wichtigsten Pr^ducte. Holland enthalt */z der gesammten Bevölkerung undüber 9700 E. wohnen hier auf der lllM.; es zahlt unter alle"Provinzen die meisten und bedeutendsten Städte, undWohlstand war so überwiegend, daß es nach der alten republ"kamschen Verfassung allein beinahe rr/g der gemeinschaftlich^Staatsausgabcn aufbringen mußte. — Die wichtigsten Dertein dieser Provinz sind:

in älteren Zeiten ^M8tvlckum genannt, zn^.nicht die Residenz des Königs, aber doch die wichtigste Stadin den Niederlanden. Im 12. und 13. Jahrh, war sie ""ein unbedeutender Fischerort; seit dem 14. sing ihr Wohlst"''an.zu steigen, welcher zu Ende des 16. besonders dadurch "ßcrordentlich zunahm, daß viele reiche Kaufleute aus Antwerpsich hier niederließen, um dem-spanischen Joche zu entgeh 'Fast das ganze 18. Jahrh, hindurch war sie die reichstedelsstadt in Europa. Sie liegt halbmondförmig am User ^ -V und wird von der Amstel, einem Arm der Vecht, inTheile getheilt, wovon der östliche die alte Seite, der west"die neue genannt wird. Von der Amstel und dem Neine Menge Kanäle aus, die sich in allen Richtungen d ^schneiden und an 90 Inseln bilden, welche durch 290 Bss ^mit einander verbunden sind. Ihre Lage an einem Meer" 'durch welchen sie mit der Nordsee, und an Kanälen, woosie mit den wichtigsten Städten des Landes in Verbindung llbietet zwar für den Handel bedeutende Vortheile dar,auch große Unbequemlichkeiten. Die Einfahrt durch den ^(s. S. 617) in die Südersee und die Schifffahrt auf diesersind wegen der Untiefen und Stürme nicht ohne Gefahr-