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Farbenabstusungen darin hervorzubringen. Sie dient vorzüg-lich zum Malen des Porzellans, der Fayence und zum Bläuen und
der Wäsche. Ferner werden in Amsterdam mehrere chemische dem
Fabrikate, namentlich viel Bleiwciß, Scheidewasser und Zin- Därnvber (S. 247) bereitet und das Verfahren dabei sehr geheim liger
gehalten. Die Amsterdamer goldenen Tressen werden selbst den sclbf
französischen vorgezogen. Aus den bekannten Gewürzen: Nel- ter >
ken, Muskatennuß u. a., wird "hier eine Menge seiner Oele einigbereitet. Eine Kunst aber, welche bis jetzt die Amsterdamer von
beinahe ausschließlich besitzen, ist das Diamantschleifen. neue
Die Diamanten (S. 252) sind zwar in ihrem natürlichen Zu- habe
stände krystallisirt, meist aber mit einer erdigen Substanz über- schni
Zogen, und auch wenn man diese fortgeschafft, haben sie nur schw,
ein trübes und mattes Ansehen; den hohen Glanz, den man s Rbesonders an ihnen schätzt, erhalten sie erst.durch das Schleifen- , hinteDies kann nur mit Diamantcnpulver geschehen, weil keine ersterandre Substanz ihm an Härte gleichkommt; dasselbe wird mit dam.
Baumöl benetzt und damit die eisernen Scheiben bestrichcM Auza
auf welchen der Diamant geschliffen wird. Hierbei aber kommt sunki
Alles auf eine genaue Kenntniß der innern Structur des' Stesi Kam
nes an, denn nicht alle Seiten find einer gleich schönen Pöli- ,
tur, fähig. Der Diamant läßt sich, wie alle Krystalle, nur in Drt
gewissen Richtungen (den Blätterdurchgängen) spalten, in an- sie.
dern nicht; deßhalb kann man nur diejenigen Seiten vollkoM- derla
men poliren, die diesen Richtungen entsprechen. Nur einegroße Uebung kann dem Arbeiter in den Stand setzen, dies, lLaai
namentlich bei zugerundeten Diamanten, richtig zu beurtheilen- nördl
Hierauf beruht es auch, daß man nicht jedem Diamanten jede ch
beliebige Gestalt geben kann, sondern sich nach' seiner Ursprung- dern
lichen Gestakt richten muß. So entstehen vorzüglich 3 Arie" Hjxxgeschliffener Diamanten: die.Tafelsteine, welche oben und i
unten platt und nur an den Seiten mit Facetten versehe" Arbei
sind; sie werden am Wenigsten geschätzt; die Rosetten, wel- von i
che unten flach, oben aber erhaben spitz zulaufen und 2 Reihe" Zahl
Facetten haben; die Brillanten endlich, die kostbarsten vo" von i
allen, welche oben und unten erhaben und mit vielen Facettetl ,
versehen sind. Man versteht jetzt auch die Kunst, die Diaman-ten zu spalten und fehlerhafte Stücke fortzuschaffen oder eins'" dex Z
ganz unförmlichen Steine vor dem Schneiden eine regelmäßig tri^
Gestalt zu geben. Zu diesem Ende ritzt man den Diamant^ Art-,
nach der Richtung seiner Blätter mit Hülfe eines scharfen Dtühl
mantsplitters, setzt dann einen feinen Stahl in die Ritze uM off ^
thut einen einzigen Schlag darauf. Außer Amsterdam ist n" Vv^ z
noch Antwerpen wegen des Diamant-Handels und -Schleife"^ Reinljedoch viel weniger, berühmt. !
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