Frankreichs
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und der Savnc bildet, sv wie aus den Flächen des Plateau von Langres,plötzlich empor zu ansehnlicher Höhe. Er lauft von SSW. nach NNO.,mithin in der Normaldirektion der ganzen Westhälftc des Berggürtcls,aus französischem Gebiete in einer Länge von 23 d. Meilen, und trittdann nach Deutschland über, wo er den Namen Hardt annimmt, (s. Bd. IV.,S. 13.) Seine Breite beträgt im Durchschnitt 5 d. M. Am höchstensind die Vvgesen in ihrem südlichen Abschnitt. Hier liegen, von Südennach Norden gerechnet, folgende Gipfel: Die Belles-Filles, im De-partement der Vosges, 590- hoch: der Bölchen-Berg, im Dep. desHaut-Rhin, 726t; der Balon, im Dep. des Haut-Rhin, 733-; derHaut-dn-Roc, im Dep. der Vosges, 521-; der Hon eck, in demselbenDep. 700«; der Bressoir, im Dep. des Haut-Rhin, 632-; der Donon,in demselben Dep., 521- hoch. Steil fällt der Gebirgszng ab gegen Ostenzum Rhein-Thal, und gegen Süden in die Ebene des Doubs-Thals; gegenWesten dagegen senkt er sich allmälig in mehreren, kurzen Stufen zum
Plateau von Lotharingen hinab, das sich, auf seiner Scheitel-fläche etwa 136- bis 110«, in seinen Thälern dagegen kaum 100- bis 110-hvch, in eine Breite von 30 d. Meilen, über die Mosel und Maas hin-aus, innerhalb des Stromgebiets der Seine durch die Flächen derChampagne (die sich in der Champagne pouillcnse, an der Aisne beiVonzivrcs, nur 105- hoch erheben) sanft verläuft in das Tiefland vonOrleanais, Jle-de-france und der Picardie, welches westwärts mit der-Touraiiie und Pvitou, und nordwärts mit der Tiefebene des Rhein-Deltain Verbindung steht, westwärts aber an der Küste des Englischen Kanals,zwischen der Seine-, und Somme-Mündung seine Gränzen findet. Wellen-förmige Fläche ist durchweg der Karakter dieser Landschaften, die auf derganzen Linie zwischen den Vogcsen und dem Meere in keinem Punkteeine absolute Höhe von 250- zu erreichen scheinen; ja als höchster Punktdes Plateaus von Lotharingen läßt sich Mesnit-la-Horgne ansehen, das,an der Maas, in der Gegend von Commercy, gelegen ist und bis zu einerMcereshöhe von nur 214- ansteigt.
Auf der Nordseite dieser Plateauflächen betritt ein Theil der Nieder-rheinischen Vorterrafse den französischen Boden. Es sind die Ardenn en,die aus dem Luxemburgischen und den südlichen Provinzen Belgiens her-überziehend gegen die Quellen der Oise, Schelde und Snmbre sich ver-flachen. Diese Quellen liegen kaum noch 115—120- über dem Meere,und kein Punkt der französischen Ardenncn erreicht eine absolute Höhevon 260-, den höchsten Punkt bilden die Hains d'Hargnies, welche, nörd-lich von Mezivres, auf der Ostscite des Maas-Durchbruchs durch dasSchiefer-Gebirge gelegen sind und 252- über der Meeresfläche stehen.
Jenseits der Tiefebenen des Pvitou, der Touraine und von Orlean-nais erhebt sich der Boden noch ein Mal am Südrande der Normandie,von wo ein.Höhenzug in westlicher Richtung die ganze Halbinsel derBretagne erfüllt, ein kleines Tafelland ohne Gipfelcrhebungen, aber volltiefer Thäler und abgerundeter Bergkuppen, die sehr steil gec-en dasMeer abfallen, hohe Felsenküsten und viele Buchten bilden, unter denendie von Brest und Douarnenez die ansehnlichsten sind. Montagned'Arree heißt eine der zahlreichen Gruppen, welche dieses Plateau zn-