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5 (1843) Zweiter Theil, enthaltend Frankreich, das britische Reich und das Russische Reich. Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, die Schweiz, Italien, Neapel und Sicilien, Sardinien, Kirchenstaat, Toscana, Parma, Modena, Lucca, San Marino und Griechenland / von Dr. Heinrich Berghaus
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31
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Frankreich.

31

Nr.

Kanal.

Departements,welche er durchschneidet.

Längein jedemDcpartcm.

Ganze

Länge.

65.

SS.

67.

68.

69.

70.

Von Ste. Vui-i-... .. ..

5,845

' 70,000 ')

577

26,700

11,490 H156,894

Von der Sambre zur Oise.

Von . .

Nord.

Möne.

Ardcnnce

12,000

58,000

7^

Der längste unter den Kanälen Frankreichs ist derjenige, welchervon Nantes nach Brest führt; er hat eine Entwicklung von 374,600'" vdi?retwas mehr als SO d. Meilen. An diesem System künstlicher Wasser-straßen nehmen 38 Departements Theil, nämlich: Aisne, Allier, Ardennes,Aube, Aude, Bvuche-du-Rhone, Charente-inferieure, Eher, Cöte-d'Or,CStes-du-Nvrd, Doubs, Finistvre, Gard, Garvnne (Haute), Hvrault,Jtte- u.- Pilaine, Zndre-u.-Loire, Jura, Loire, Loire-inferieure , Loiret,Lvix-u.-Eher, Morbihan, Nivvre, Nord, Oise, Pas be Calais, Rhin(Bas), Rhin (Haut), Rhone, Saüne-u.-Loire, Seine, Seine-u.-Marne,Seine-u.-Oise, Sdvres (Deup), Somme, Vendve nnd Nonne. Auf jedesdieser Departements kommt im Durchschnitt eine Kanallänge von 87,100'";indeß ist sie so ungleich vertheilt, daß diese mittlere Länge nur in einemeinzigen Departement, in der Loire inferieure, eintritt. Die größteLänge findet sich in dem Nord-Departement, wo sie 251,143'» oder fast34 d. M. beträgt, die auf 10 seldstständige Kanäle vertheilt ist. Diegeringste Länge finden wir in den Departements Rhone und Seine-u.-Oise,in jedem Soo>» oder etwas über l'/z d. M. Welchen Einfluß die ver-schiedenen Kanal-Linien auf den innern Verkehr ausüben, werden wir,weiter unten, im Abschnitt von der technischen Kultur, nachweisen.Rechnet man die natürlichen Wasserstraßen, d. h. die schiffbaren Flüsse,und die Kanäle zusammen, so zeigt es sich, daß Frankreichs Binnen-handel durch ein Wasserstraßen-Netz unterstützt wird, welches die sehrbebrütende Entwicklung von 11,855,200-» oder 1624,7 d. M. Längedarbietet.

Eigentliche Landseen besitzt Frankreich nicht. Die größte Wasser-ansammlung ist ein Teich, der Grand-Lieu, im Dcpart. der Loire-infvrieurc, der 2V- Lieues lang und 2 Lieues breit ist. Man kann ihnals eine binnenländische Lagune ansehen, als einen der Strandseen, dielängs der Küsten des Atlantischen und des Mittelländischen Meeresliegen; dort der Morbihan, in demjenigen Departement der Bretagne,welchesach jh, den Namen führt, ferner südwärts der Gironde-Mündung die Reihe von Etangs, welche sich längs der Küste der De-

*) Im Bau begriffen.

2) Mit Einschluß der Nvbine vvn PeccaiS, welche 3200m lang ist.